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Bausparkassen droht Existenzkrise

18.11.2016 – Hausbau_lichtkunst.73_pixelio.deDie niedrigen Zinsen und ein sinkendes Eigenkapital zehren derzeit an den Kräften der Bausparkassen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Zeb drohen den Unternehmen unter diesen Voraussetzungen bis 2022 Verluste in Höhe von 1,1 Mrd. Euro. Demnach würden die auflaufenden Fehlbeträge in den kommenden sechs Jahren rund 40 Prozent des gegenwärtigen Eigenkapitals aufzehren, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Dabei würde auch ein Anstieg der Zinsen den Bausparkassen nicht wirklich helfen, sondern vielmehr die Schwächen des Geschäftsmodells aufzeigen, berichtet das Blatt weiter. Die Ursache sehen die Studienautoren von Zeb demnach vor allem in dem Umstand, dass die Bausparkassen nicht nachhaltig stabil aufgestellt seien. Dabei stehen die Unternehmen gleich vor zwei Problemen, konstatiert der Darmstädter Bankenprofessor Dirk Schiereck.

Denn bei den sehr niedrigen Zinsen für Immobilienfinanzierungen der Banken sei es für Bausparkassen extrem schwierig, überhaupt Kredite zu vergeben: “Da kann ich schließlich als Kunde auch gleich alles bei einer Bank aus einer Hand machen, wenn es nicht signifikant Zinsen zu sparen gibt”, glaubt Schiereck. Gleichzeitig sei jederzeit kündbares Geld als Anlage auf einem Bausparvertrag hingegen attraktiv für Kunden, auch als Alternative zum Sparbuch. “Das Geschäftsmodell funktioniert im gegenwärtigen Zinsumfeld gar nicht, und wenn es noch länger anhält, knallt es”, befürchtet der Experte. (vwh/td)

Link: Die Bausparkassen kämpfen ums Überleben

Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

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