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Bad Aibling unter Schock: Mehrere Tote bei Zugkollision

10.02.2016 – 2016-02-09 18_41_09-65717457 - Windows-FotoanzeigeEs ist eines der schwersten Bahnunglücke, die Bayern je erlebt hat. Beim Zusammenstoß zweier Regionalzüge bei Bad Aibling im oberbayerischen Landkreis Rosenheim sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, eine Person wird noch vermisst, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Aufgrund der Faschingsferien saßen keine Schüler in den Zügen. Die Unfallursache ist noch unklar.

Unter den Toten sind nach Angaben der Polizei die beiden Lokführer und die beiden Zugbegleiter. Die beiden Züge mit insgesamt 150 Menschen an Bord waren gegen 6.45 Uhr auf Höhe des Klärwerks von Bad Aibling frontal aufeinander geprallt und teilweise entgleist.

Und es wäre wohl noch viel schlimmer gekommen, wenn in Bayern nicht gerade Faschingsferien wären. “Ich kann bestätigen, dass das zwei Züge sind, die normalerweise von vielen Kinder und Jugendlichen genutzt werden, die hier in den umliegenden Orten zur Schule gehen”, sagt Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Präsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Die beiden Regelzüge hätten sich fahrplanmäßig in Kolbermoor begegnen sollen, stattdessen kam es zu dem verhängnisvollen Zusammenstoß auf der eingleisigen Strecke nahe Bad Aibling. Eine langgezogene Kurve unweit der Unglückstelle dürfte verhindert haben, dass die Lokführer Sichtkontakt hatten.

Die Unglücksstelle befindet sich in der Nähe eines Klärwerks und ist nur schwer zugänglich für die Rettungskräfte. Einige Verletzte müssen mit Seilwinden in Rettungshubschauber gezogen werden. Über 600 Einsatzkräfte und 15 Helikopter sind in Bad Aibling im Einsatz.

Wegen des Zugunglücks haben CSU, SPD, FDP, Grüne und AfD ihr traditionelles Treffen am Politischen Aschermittwoch abgesagt. Auch die CDU hat die Veranstaltung mit Kanzlerin Merkel abgesagt. (vwh/dg)

Bild: Der Abschnitt auf der Bahnstrecke Rosenheim-Holzkirchen verläuft am Mangfall-Kanal entlang, auf der anderen Seite säumt Mischwald das Gleis. Entsprechend schwierig war es für die Helfer, rasch zur Unfallstelle vorzudringen.(Quelle: dpa)

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