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Arbeitsministerin Nahles torpediert Flexi-Rente

10.08.2015 – nahles -bmasArbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) kann sich mit der Union nicht auf neue Regeln fürs Arbeiten im Alter einigen, berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe. “Das Rentenpaket ist ein Signal, dass auch diejenigen vom Wohlstand profitieren, die ihn geschaffen haben”, verteidigte sie ihre milliardenschwere Reform.

Vor einem Jahr waren alle Seiten zufrieden: Die Sozialdemokraten besänftigten mit der Rente mit 63 die Gewerkschafter, die gegen die Rente mit 67 opponiert hatten. Die Frauen in der Union bekamen die Mütterrente – und der Wirtschaftsflügel sollte mit dem Ja zum Rentenpaket die Flexi-Rente erhalten.

Mittlerweile herrscht nur noch Ernüchterung. Im September soll die entsprechende Koalitionsarbeitsgruppe zwar tagen. Mit Ergebnissen rechnet aber niemand mehr.

Union und SPD haben sich im Grundsätzlichen verhakt: Der Wirtschaftsflügel der Union will als Pendant zur Rente mit 63 das längere Arbeiten fördern; Nahles wünscht sich mehr Optionen für Menschen, die bereits vor der regulären Altersgrenze von derzeit 65 Jahren und vier Monaten nicht mehr können, indem etwa die bisher kaum genutzte Teilrente bereits ab 60 statt 63 Jahren ermöglicht und attraktiver ausgestaltet wird. Für den Wirtschaftsflügel wäre das aber das völlig falsche Signal. (vwh/dg)

Bild: Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) (Quelle: BMAS)

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