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Amokfahrt als Versicherungsfall

04.10.2016 – Amok_Joerg Klemme__pixelio.deDer Grazer Amokfahrer ist für zurechnungsfähig und schuldig befunden worden. Der Verantwortliche Alen R. wurde des dreifachen Mordes und des 108-fachen Mordversuchs für schuldig befunden. Ein österreichischer Kraftfahrtversicherer hat die Opfer mit insgesamt sieben Mio. Euro entschädigt.

Nach einem Bericht von Der Standard.at wurde der Beschuldigte zu lebenslanger Haft verurteilt, zusätzlich wurde eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verfügt. Die Verteidigung kündigte Nichtigkeitsbeschwerde an.

Wäre das Auto von Alen R. in Deutschland zugelassen gewesen, hätte eine Eintrittspflicht des deutschen Versicherers aufgrund des „Grünen-Karten-Systems“ bestanden. In Frankreich wäre die Einstufung der Tat entscheidend gewesen: Wäre die Fahrt als Terror klassifiziert worden, hätte der Garantiefonds für Opfer terroristischer Anschläge die Schaden abgedeckt. In Spanien steht der Staat den Opfern von Terroranschlägen ebenfalls finanziell bei.

Die Kfz-Versicherer müssen sich auf die neue Situation einstellen, wenn das Auto als Waffe eingesetzt wird. Im der aktuellen Versicherungswirtschaft (10/2016) wird das Thema ausführlich behandelt. (vwh/mv)

Bild: Jörg Klemme / pixelio.de

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