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Allianz-Offerte für Generali wird abgewiesen

19.12.2016 – Oliver_baete_AllianzBloomberg meldete, dass Europas größter Versicherer am Frankreich-Geschäft des Rivalen Generali interessiert sei. Die Allianz schielt dabei vor allem auf die Sachversicherung im Nachbarland. Das Gerücht wird dadurch untermauert, dass Generali sich aus bis zu 15 Märkten zurückziehen will und Oliver Bäte gleichzeitig Zukäufe plant. Insider erklärten nun gegenüber Reuters, bei Generali gebe es keinerlei Pläne, das Frankreich-Geschäft zu verkaufen.

“Generali wird Frankreich nicht verlassen”, sagte einer von ihnen. Für Generali ist es der drittgrößte Markt nach Italien und Deutschland. Gerüchte über einen Rückzug der Italiener aus Frankreich machen in Mailand seit längerem die Runde – während die Allianz ihr Geschäft in Frankreich umgekehrt ausdrücklich ausbauen will.

Laut Analysten würden die Münchner nicht nur erhebliche Synergien auf dem französischen Markt heben können, sondern auch unter in die Top-3 auf dem dortigen Markt für Schaden- und Unfallversicherungen vorstoßen.

Allianz-Chef Oliver Bäte hat zwar stets betont, sich nach Zukaufsgelegenheiten umzuschauen. Dafür würden bis zu drei Mrd. Euro bereitstehen. Doch zuletzt signalisierten die Münchner eher, dass sie auf dem Markt nichts finden – jedenfalls nicht zu angemessenen Preisen. Falls keine Zukäufe getätigt werden, plant die Allianz dieses Geld über einen Aktienrückkauf an die Aktionäre auszuschütten, bekräftigte Bäte erst Ende November.

Gleichzeitig wird weiterhin über eine mögliche Fusion zwischen Generali und dem französischen Marktführer Axa spekuliert. Dazu müsste Generali ebenfalls die eigene Frankreich-Tochter womöglich abgeben. Doch im Umfeld beider Konzerne wurden Fusionspläne wiederholt zurückgewiesen. (vwh/dg)

Bild: Allianz-CEO Oliver Bäte (Quelle: Allianz)

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