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Allianz: “Nicht überstürzt den Kurs wechseln”

25.11.2015 – Flaggen-AllianzMit Spannung blickten die Beobachter gestern nach München, wo Allianz-Kapitän Oliver Bäte gestern die Eckpunkte für den Kurs des Versicherers für die kommenden drei Jahre absteckte. Sein Credo: Mehr Kundennähe und die digitale Führerschaft. Allerdings rät Management-Professor Christian Stadler im Interview mit dem Handelsblatt, nicht zu überstürzt den Kurs zu wechseln.

Demnach sei es besser, “sein Portfolio Schritt für Schritt neu zu diversifizieren, also anzupassen. Die Allianz hat alle Versicherungsprodukte im Portfolio – aber eben kaum andere Produkte”, betont der Professor für Strategisches Management an der Warwick Business School. Ein langfristig erfolgreiches Unternehmen zeichne vielmehr eine “intelligente Konservation” aus. “Man darf nicht versuchen, ein Unternehmen über Nacht komplett neu zu erfinden. Gleichzeitig muss man offen für Neues sein – aber in Maßen”, betont der Experte (siehe DOSSIER).

Gleichzeitig gab er der Allianz ein warnendes Beispiel aus der eigenen Historie mit auf den Weg: die Übernahme der Dresdner Bank. “Das war ein Ausflug ins Bankgeschäft, der gründlich schief gegangen war”, konstatiert Stadler. Zudem müsse “man nicht immer bei Innovationen der Vorreiter sein. Wenn Veränderungen vorgenommen werden, muss man sie mit Bedacht angehen”, ergänzt der Ökonom. Denn der größte Fehler, den Bäte begehen könne, wäre eine “zu große Übernahme” (siehe UNTERNEHMEN). (vwh/td)

Link: “Ändert man zu viel, ziehen die Mitarbeiter nicht mehr mit”

Bildquelle: Allianz

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