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Abgasaffäre: VW-Topmanager schwer belastet

30.09.2015 – vwlogo_julian_w_pixelioIn der Affäre um manipulierte Abgaswerte ist der damalige Chef der VW-Aggregate-Entwicklung und spätere Markenvorstand Heinz-Jakob Neußer bereits 2011 von den illegalen Praktiken gewusst haben. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, habe ein Motorentechniker ihn über die Praktiken informiert.

Laut Bericht soll Neußer hingegen für Presseanfragen nicht erreichbar gewesen sein. Der Konzern selbst wird mit der Aussage zitiert, dass man sich in einem “intensiven Aufklärungsprozess” befinde. Bis zum “Beweis des Gegenteils” gelte zudem für jeden Beteiligten die Unschuldsvermutung.

Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel Online weiter berichtet, sollen etwa fünf Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückgerufen werden. Nach Konzernangaben sollen die betroffenen VW-Kunden demnächst per Post informiert, wenn ihre Dieselfahrzeuge nachgebessert werden müssten. Zudem habe Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch allein für die Nachbesserung der Fahrzeuge rund 6,5 Mrd. Euro zur Seite gelegt.

Am Stammsitz des VW-Konzerns selbst herrscht derweil ebenfalls Krisenstimmung. So hat die Stadt Wolfsburg laut Norddeutschem Rundfunk (NDR) eine sofortige Haushaltssperre verhängt. Als Gründe wurden die Gewinnwarnung und möglichen Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer genannt. Auch Ulrich Markurth (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig, belegte den Haushalt für das laufende Jahr mit einer eingeschränkten Sperre. (vwh/td)

Link: VW-Topmanager schwer belastet

Bildquelle: Julian W. / pixelio.de

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