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Versicherer zahlen G20-Zeche von zwölf Millionen Euro

19.07.2017 – G20 Randale_dpa_92272582G20 ist vorbei, Zeit Bilanz zu ziehen. Während die politischen Parteien sich weiterhin die Schuld für die Ausschreitungen in Hamburg zuschieben, hat der GDV die Schäden aufgerechnet und gelangt zu einer Summe von bis zu zwölf Mio. Euro. Dass die Schäden ungleichmäßig verteilt sind, legt die stichprobenartige Recherche von VWheute nahe: einige Versicherer beklagen nur geringfügige Schäden, andere müssen in erheblichem Umfang regulieren.

Die Bilder aus Hamburg ließen Schlimmeres erwarten. Schließlich lagen teilweise ganze Straßenzüge bar jeder polizeilichen Aufsicht. Die Randalierer ließen sich nicht zweimal bitten, plünderten Läden und steckten Autos in Brand. Ein genaues Bild liefern nur die Versicherer, denn bei ihnen laufen die Schäden zusammen. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hat bei seiner Aufstellung Schäden an Autos, Wohngebäuden und Gewerbebetrieben berücksichtigt. Bis zu einem Drittel der G20-Schäden entfallen auf Autos.

Differenziertes Schadenbild

Einen der größten Schadenanteile müssen Hamburger Feuerkasse und die Provinzial Nord Brandkasse tragen: “Wir gehen mittlerweile von einer Schadenhöhe zwischen 1,2 bis 1,5 Mio. Euro und 50 bis 60 versicherten Schäden für die Hamburger Feuerkasse und die Provinzial Nord Brandkasse aus. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Schäden an Wohngebäuden. Circa 40 dieser Schäden entfallen auf die Hamburger Feuerkasse. Schäden in dieser Größenordnung haben keinen maßgeblichen Einfluss auf die Beitragsgestaltung des nächsten Jahres”, schreiben die Versicherer.

Andere Unternehmen sind da besser weggekommen. Die Signal Iduna hat einen Sachschaden im Bereich Glas und Leuchtwerbung zu beklagen. Die Summe von rund 17.000 Euro, abzüglich 1.500 Euro Selbstbehalt, ist überschaubar. Die Hanse Merkur berichtet von einer Summe im “unteren vierstelligen Bereich” und rechnet mit einer “Gesamtschadenhöhe von 10.000 Euro.” Ein großer Versicherer berichtet hinter vorgehaltener Hand von “keinen großen Schäden” und keinem “großartigen Schadenaufwand”.

Huk will keine Schadenschätzung abgeben

Die meisten Schäden entfallen laut GDV auf den Bereich Kfz. VWheute hat beim größten Versicherer in Deutschland angefragt. “Im Zusammenhang mit den Ereignissen beim G20-Gipfel hatten wir bislang Schadenmeldungen im Kfz-Bereich für zwölf Totalschäden durch Feuer und 19 andere Beschädigungen wie eingeschlagene Scheiben oder eingedrückte Karosserieteile erhalten”, erläutert ein Unternehmenssprecher. “Darüber hinaus haben wir noch einige Schäden aus dem Bereich Hausrat/Wohngebäude, die Größenordnung kann ich momentan nicht ermitteln. Die Zuordnung ist auch schwierig”, heißt es bei der Huk-Coburg weiter. Eine Schadenschätzung will die Huk aber “momentan nicht abgegeben. Aus Wettbewerbsgründen werden wir uns nicht zur Beitragsentwicklung äußern.” (vwh/mv)

Bild: G20-Randale (Quelle: dpa)

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