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Soziale Projekte von Generali und Co: Mehr Schein als Sein?

07.06.2017 – theaterBessere Bildungschancen für Benachteiligte oder Lebenshilfen für Flüchtlinge stehen heute im Mittelpunkt, wenn die Generali im Rahmen des “Human Safety Net” in Berlin zum Dialog tritt. Mittlerweile gehört soziales Engagement, abseits des Daily Business um Effizienz und Wachstum, zum guten Ton. Auffallend mutig preschen die Versicherer nach vorne. Neben dem guten Zweck geht es vor allem um das Image – und damit ums Geschäft.

Von Generali, Allianz, R+V und VKB über DFV und Universa – die Schwächsten der Gesellschaft tangieren große wie kleine Versicherer gleichermaßen. “Unser derzeitiger Förderungsschwerpunkt ist die Vertiefung von Inklusion durch Sport”, berichtet etwa ein Sprecher des Allianz. Jährlich werden von der Stiftung und den angeschlossenen Kinderhilfsvereinen der Deutschland-Zentrale rund 300 regionale und überregionale Projekte und Aktionen betreut.

Verantwortung innerhalb der Gesellschaft gehört auch für die Universa dazu. “Durch die Gründung als Selbsthilfeeinrichtung für Nürnberger Tabakfabrikarbeiter im Jahre 1843 und durch die Rechtsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ist der Gedanke ,Einer tritt für den anderen ein‘ ein selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie.”

Die Versicherungskammer Bayern indes sei an einer nachhaltigen Förderung ehrenamtlicher Initiativen interessiert und stärke das Engagement seit einigen Jahren durch verschiedene Stiftungen. Einen Schwerpunkt sieht die VKB in der Prävention, etwa zur Verhinderung von Schäden durch Feuer, Bade- oder Kletterunfälle. Dafür unterstützt sie u.a. Feuerwehren, Brandschutzerziehung von Kindern, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und den Deutschen Alpenverein. Man wolle für mehr Sicherheit über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus sorgen.

Die Versicherer gehen in die Offensive. Zumindest, wenn es darum geht, Corporate-Social-Responsibilty-Engagements werbewirksam in der Öffentlichkeit zu platzieren. Es ist ein Mechanismus, der nicht zwangsläufig zu verurteilen ist, schließlich haben die Unternehmen tatsächlich etwas vorzuweisen.

Wie allerdings soziale Verantwortung auf der einen und immerwährende Anstrengungen zu Kostensenkungen sowie Erfordernissen zum Stellenabbau auf der anderen Seite in einer ganzen Versicherungskultur harmonieren können, wird von den zuständigen Stellen nur ungern beantwortet. Angesichts harter finanzieller Zielvorgaben dürfte die Anzahl an Antwortmöglichkeiten für Fragen nach einer etwaigen Gewichtung begrenzt sein. Die Mitte wird gesucht, sie ist aber noch nicht gefunden. (epo/mst)

Bild: Schloss Friedenstein Gotha Ekhoftheater (Quelle: Karl-Heinz Laube / PIXELIO/ www.pixelio.de)

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