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Rückversicherer bangen um Rentabilität

04.10.2017 – 224536_web_R_K_B_by_Cornerstone_pixelio.deFür die Rückversicherer wird es immer schwieriger, eine Marge zu erzielen, die die Kapitalkosten übersteigt, berichtet Fitch-Analyst Graham Coutts in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft. Auf normalisierter Basis hatten 2016 einige Player eine Schaden-Kosten-Quote von über 100 Prozent. Die Ratingagentur spricht nun von einer großen Belastungsprobe für die Rentabilität.

Die Rückversicherer erzielen ein hohes Niveau von Erträgen aus der Auflösung von Vorjahresrückstellungen, was dabei hilft, den derzeitigen Druck auf die operativen Gewinne zu mindern. Die Erträge aus Rückstellungsauflösungen gehen zum großen Teil auf vergangene Rechnungsjahre zurück.

“Mittelfristig können die Erträge aus Rückstellungsauflösungen die Rückversicherer nicht im gleichen Maße unterstützen wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt“, sagt Coutts. Der globale Lebensrückversicherungsmarkt sei nach wie vor hoch konzentriert, wobei mehr als 90 Prozent der Prämien von den fünf führenden Lebensrückversicherern generiert wurden.

Der US-Sterblichkeitsmarkt bleibt nach Meinung des Experten der wichtigste Lebensrückversicherungsmarkt. Allerdings fallen die Zessionsraten der Erstversicherer und die Prämiensätze sind stabil.

Wachstumsmarkt Asien-Pazifik

Fitch geht davon aus, dass es in den Schwellenländern, vor allem in der Region Asien-Pazifik, wo sich Volkswirtschaften besonders stark entwickeln und das Verhältnis von Versicherungsprämien zum GDP steigt, erhebliches Wachstumspotenzial gibt. Trotz des starken Wettbewerbs unter den etablierten Markteilnehmern und dem daraus resultierenden Preisdruck dürften die hohen Eintrittsbarrieren die anhaltend starke Leistung dieses Geschäftsbereichs unterstützen.

Die Präsenz alternativer Kapitalkapazitäten indes ist zunehmend ein Merkmal des globalen Rückversicherungsmarktes. Die Emissionen von Katastrophenanleihen steigen weiter an, wenn fällige Anleihen refinanziert und neue Anleihen emittiert werden.

Hurrikan Irma wird Prognosen zufolge zu Verlusten für die Investoren von einigen versicherungsbasierten Wertpapieren führen und auch das Kapital von anderen Investoren binden, bis die tatsächlichen Verluste klar werden.

Das Verhalten der ILS-Investoren im Zuge dieser Ereignisse wird einen erheblichen Einfluss auf die zukünftigen Rückversicherungspreise haben. “Sollten ILS-Anleger den Markt verlassen, könnte dies einen Anstieg der Rückversicherungspreise signalisieren, aber falls die derzeitigen Investoren bereit sind, im Markt zu verbleiben oder neue Investoren in den Markt eintreten, dürfte die Preisentwicklung relativ stabil bleiben”, erklärt Coutts. (vwh/mst)

Bildquelle: Cornerstone / Pixelio / www.pixelio.de

2017-10-02 12_09_29-titel.pdf - Adobe ReaderMehr zum Thema Rückversicherung lesen Sie in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Im Titelreport des Magazins beschäftigt sich die Redaktion darüber hinaus mit der Frage, ob das direkte Kundengespräch, begleitet von Verkaufstalent und Persönlichkeit, trotz des Runs auf die digitale Wertschöpfung noch ein erfolgsentscheidender Wettbewerbsfaktor ist.

Im exklusiven VW-Interview spricht Alexander Vollert, Chef der Axa-Deutschland, über Karrieren, agile Arbeitsstile und den Spirit der Versicherungsbranche.

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