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Metamorphose der Vorstandsspitzen

01.06.2017 – Zeit Uhr Manager Krawatte Stephanie Hofschlaeger_pixelio.de“Nichts ist so beständig wie der Wandel”, wusste schon Heraklit von Ephesus. Seit 2015 durchleben die großen deutschen Versicherer eine Welle an Wachablösungen an den Vorstandsspitzen. In den meisten Fällen gehen die Führungswechsel leise über die Bühne, fließende Übergänge ohne tiefe Brüche sind das Ziel. Doch nicht immer passt es, wie die Unternehmen wollen.

Vielmehr haben bei den Marktakteuren fließende Übergänge von alt zu neu sowie kohärente Karriereverläufe der Manager Vorrang, wie die Beispiele Allianz und Munich Re zeigen: Während der Münchener Branchenprimus Allianz in seiner mittlerweile 127-jährigen Unternehmenshistorie nur von zehn Chefs geführt wurde, kommt der Rückversicherer Munich Re seit 1880 gar erst auf neun Vorstandsvorsitzende.

“Ständige Wechsel bringen Unruhe in ein Unternehmen, weil keine eindeutige Strategie langfristig verfolgt werden kann”, weiß Ulrich Leitermann in der neuen Juni-Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft zu berichten. 2013 löste er Reinhold Schulte nach 26 Jahren im Vorstand und 16 Jahren an dessen Spitze als Vorstandschef der Signal-Iduna-Gruppe ab. Dennoch bleiben personelle Wechsel an der Spitze eines Versicherungskonzern nicht immer still und leise über die Bühne. Bestes Beispiel sind die immer wieder auftauchenden Querelen um Allianz-Chef Oliver Bäte.

Und dennoch: “Kultur und Führung werden sich ebenso ändern wie der Auftritt, die einen mit, die anderen ohne Krawatte”, glaubt Christoph Netta, Geschäftsführender Gesellschafter Heads. Dafür sorgen schon die neuen Versicherungs-Start-ups. Gleichzeitig gehört Stabilität noch immer zu den höchsten Tugenden in der Versicherungsbranche. “Wir betreiben ein Geschäft, das auf Vertrauen beruht. Wenn man Vertrauen erwerben will, gelingt das nicht durch hektisches Hin und Her und das Vorantrieben von immer wieder neuen Themen. Unser Geschäft baut auf stabilen Kundenbeziehungen auf”, betont Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V im Exklusiv-Interview.

Sicher ist auch: Die Zukunft ist digital und stellt neue Anforderungen an Jobs und Tätigkeiten. Manager, die sich beruflich verändern möchten, sollten vor allem wissen, welche konkreten Karrierepfade für sie offenstehen, glauben Toni Felix, Abteilungsleiter Großkundenmanagement Permanent IT, und Mirko Rippolz, Head of IT Insurance, bei Hays. (vwh/td)

vw0617Weitere Themen in der Juni-Ausgabe der Versicherungswirtschaft:

  • Sicherungsmodelle der Zukunft: Im Exklusiv-Interview spricht Uwe Laue, Vorsitzender des PKV-Verbands, über Kosteneffizienz und Beitragsanpassungen im Wahljahr.
  • Veränderte Spielregeln: Eiopa-Chef Gabriel Bernardino schreibt über digitale Wertschöpfungsketten und die Rolle der Regulierer.
  • “Wir brauchen keine Bank, die uns das Versicherungsgeschäft erklärt”: Generali-Chef Philippe Donnet spricht im exklusiven VW-Interview über wirtschaftliche Vitalität auf internationalen Märkten.

Bildquelle: Stephanie Hofschläger / PIXELIO / www.pixelio.de

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Weitere Schlaglichter bei VWheute:

Koalition wird IDD unverändert umsetzen
Der federführende Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Energie hat sich gestern in einer öffentlichen Verbändeanhörung mit der Umsetzung der europäischen Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD befasst. Nach Informationen von VWheute dürfte der Gesetzentwurf am 22. Juni 2017 vermutlich in unveränderter Fassung so beschlossen werden.

SV Sachsen hat die beste Solvenzquote
Auch wenn sich die öffentlichen Lebensversicherer gerne als Gruppe sehen, so sind sie doch höchst unterschiedlich mit Eigenkapital und Risiken ausgestattet. Denn die Bedeckungsquote für das Solvenzkapital schwanken erheblich, wie eine Übersicht des Verbandes öffentlicher Versicherer auf Basis der unternehmensindividuellen SFCR-Berichte zeigt.

TSV 1860: Bayerische ist nicht mehr Hauptsponsor
Für den Münchener Traditionsverein TSV 1860 endete das Relegationsspiel gegen den bayerischen Konkurrenten bekanntlich mit einem sportlichen Desaster: Nach 24 Jahren sind die Löwen nun wieder drittklassig. Allerdings hat der Abstieg auch gravierende wirtschaftliche Folgen: So endet nun auch der Sponsorenvertrag mit der Bayerischen.

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