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Kfz-Versicherung: Wer hat den heißesten Preis?

02.11.2017 – Auto Frauen - dgDie Kfz-Versicherer schalten in den Angriffsmodus. Schließlich geht es im Monat November traditionell am heißesten zu im Kampf um die Gunst des Kunden. Ratingexperte Michael Franke spricht von der wohl am stärksten umkämpften Sparte am Markt. Der Wettbewerb indes definiert sich fast ausschließlich über den Preis. Doch die Kunden wollen mehr.

Mit Aktionen im Internet wie “Jetzt wechseln und den Frühbucherrabatt sichern”, “Mobilitätsgarantie mit kostenlosem Schutzbrief” oder “Tankgutschein von 15 Euro für Schnellentschlossene” werben Unternehmen, um neue Kunden an Land zu ziehen und um damit vom großen Kuchen etwas abzubekommen.

Immerhin geht es um ein Gesamtvolumen von 114 Mio. Verträgen mit rund 26 Mrd. Euro Beitragseinnahmen. Allerdings stehen dem auch Leistungszahlungen von knapp 23 Mrd. Euro gegenüber. Bei einer Schaden-Kosten-Quote von 98,8 Prozent dürfte der Bewegungsraum für einen Preiskampf ohnehin sehr eng sein. Die zurückliegenden, verhältnismäßig ruhigeren Jahre, scheinen in dieser Sparte endgültig wieder vorbei zu sein.

Nicht nur Allianz und Huk-Coburg als sogenannte Platzhirsche buhlen um den Kunden, sondern der gesamte Markt. Die Wechselbereitschaft der Kunden hat sich im digitalen Zeitalter weiter verschärft. Immerhin geht es um mehr, als nur das Auto zu versichern.

“Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist ein Produkt, das jeder Autofahrer haben muss. Der Versicherer, der hier seinen Job gut macht, empfiehlt sich beim Kunden auch für andere Produkte”, betont Presssprecher Holger Brendel vom Marktführer aus dem fränkischen Coburg.

Die Wüstenrot & Württembergische (W&W) sieht das leicht differenziert. “Die Nutzung von privaten PKW unterliegt sicherlich künftig einem Wandel. Jetzt gilt aber unverändert, dass die Kfz-Versicherung für Neukunden als Einstiegssparte gilt”, berichtet Fachexperte Dirk van Issem.

“Über einen günstigen Preis und starke Leistungen wollen wir gerade junge Leute für die Kfz-Versicherung gewinnen, um dann auch über weitere notwendige Absicherungen zu sprechen”, sagt Berthold Schmedt, Leiter der Kraftfahrtsparte der LVM Versicherungen.

“Aufgrund der höheren Kontaktfrequenz ergeben sich für den Vertrieb immer wieder Anknüpfungspunkte”, ist auch Frank Thomsen, Vertriebsvorstand der Itzehoer Versicherungen, überzeugt. “Die Kfz-Police ist dafür prädestiniert, neue Kundenkontakte zu schaffen”, bekräftigt auch Frank Edelmeier, Leiter Kraftfahrt-Retail bei Axa. Wer hier punkten könnte, der habe einen Vertrauensvorschuss.

Es fällt auf, dass viele Versicherer vermeiden, konkret über Preise im nächsten Jahr zu reden. Die Allianz verweist auf die zahlreichen Merkmale, wie Regional- und Typklassen des Fahrzeugs oder dessen Alter. “Es gibt insgesamt mehr als zwei Billiarden Möglichkeiten, wie diese Merkmale zusammenspielen können”, erklärt Wehner.

Zahlen nennt dagegen W&W. “Wir gehen von einer Seitwärtsbewegung mit einer sehr moderaten preislichen Anpassung von zwei bis drei Prozent aus”, sagt van Issem. Bei den Itzehoer Versicherungen werden sich die Tarife für 2018 insgesamt auf dem Vorjahresniveau bewegen. Das trifft auch für die Axa zu. (wo)

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Bildquelle: dg

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