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Industrieversicherer rüsten Engineering-Angebot auf

01.09.2017 – vw 09Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) werden heute Trends und Neuheiten aus der Unterhaltungselektronik präsentiert, gleichzeitig wird in Darmstadt über Cybersicherheit auf dem Allianz Forum diskutiert. Mittendrin sind die Industrieversicherer, die vor Datenverlusten und Betriebsausfällen schützen sollen. “In ein paar Jahren wird Cyber eine eigenständige Sparte wie D&O sein”, erklärt AGCS-Chef Chris Fischer Hirs im heute erscheinenden Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft.

Es sind nicht nur die historisch niedrige Zinsen und neue Wettbewerber, sondern vor allem neue Risiken, die den Industrieversicherern Sorgen bereiten. Mit der “4.0-Bewegung” hat das Grundgerüst der Industrie neue Züge angenommen. “Der Cyberversicherungsmarkt hat sich in den letzten fünf Jahren entwickelt, mittlerweile gibt es mehr als 15 Anbieter allein in Deutschland. Doch es braucht nicht nur ein neues Risiko und ein passendes Produkt, es braucht auch die Kaufbereitschaft des Kunden”, betont der Borstandschef von AGCS, Chris Fischer Hirs im Titelinterview mit der Versicherungswirtschaft.

“Wir müssen unsere Kunden sehr früh in die Produktentwicklung einbinden und die Angebote nach dem Marktstart gemeinsam weiterentwickeln. Zugleich sind wir natürlich auf ein gewisses Prämienvolumen angewiesen, um für die über kurz oder lang kommenden Schäden gewappnet zu sein. In ein paar Jahren wird Cyber eine eigenständige Sparte wie D&O sein. Ein neuer Markt kann also nur in einem partnerschaftlichen Ansatz zwischen Versicherer und Kunden entstehen.”

Eine Partnerschaft auf Augenhöhe wünschen sich Versicherer auch mit der Automobilindustrie, die gerade mit D&O-Fällen und Rückruf- und Nachrüstaktionen Schlagzeilen macht. Letzteres “müssen wir in unserer Risikobewertung künftig stärker berücksichtigen. Die Ursachen sind vielfältig und in kürzeren Entwicklungszeiten, der Auslagerung der Wertschöpfung an Zulieferer, immer komplexeren Fahrzeugen und auch der Massenfertigung mit Plattformstrategien zu suchen”, erklärt Carsten Krieglstein, Leiter Haftpflicht von AGCS für Zentral- und Osteuropa.

In der Tat geht es im Industrieversicherungsgeschäft um ein tiefes Verständnis der Lieferketten. Es ist die Basis dafür, um Risiken zu identifizieren und sie zu minimieren. FM Global etwa setzt nach eigenen Angaben genau an dieser Stelle an. Ein Großteil der Risiken könne so vermieden werden. “Wir fordern nichts von unseren Kunden – aber wir arbeiten partnerschaftlich zusammen, um ihre Risiken gemeinsam Stück für Stück besser zu verstehen und sie somit zu minimieren”, sagt Nigel Todd, Operations Vice President und Client Service Manager bei FM Global.

Das größte potenzielle Risiko indes ist nach wie vor Feuer, das zu einem Großschadenszenario führen kann. Ein daraus resultierender Betriebsausfall kann sowohl finanzielle Verluste als auch Imageschäden bedeuten. Sind Zulieferer von Schäden durch Feuer oder Naturgefahren betroffen, kann das genauso weitreichende Konsequenzen haben. Die Lieferkette ist die größte Herausforderung, sie gilt es aufrechtzuerhalten. (vwh/Sascha Schulz/dg)

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