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IDD forciert die Kundenorientierung

07.11.2017 – jawed_barna_zurichVon Jawed Barna. Die Versicherungsbranche befindet sich in einer spannenden Transformationsphase – nicht zuletzt aufgrund der Insurance Distribution Directive (IDD). Es gilt die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden genauer zu ermitteln. Der Kunde rückt dabei noch mehr ins Zentrum – zukünftig wird sich alles um ihn drehen. Der Umbruch in der Branche bietet uns das Potenzial Kundenbeziehungen neu zu definieren.

Auswirkungen auf den Vermittlermarkt und auf Versicherungsunternehmen

Die IDD zielt darauf ab, Interessenkonflikte zu identifizieren und zu vermeiden, dass “Versicherungsvertreiber” die Kundeninteressen nicht angemessen wahrnehmen. Die Informations- und Beratungspflichten der Versicherungsunternehmen sowie der Versicherungsvermittler gegenüber den Kunden werden erhöht – die Kundenrechte sind transparenter nachzuvollziehen.

In Zukunft wird die Transparenz über die Vergütung und insbesondere über die Vergütungsart- und Quelle weiter zunehmen. Vermittler dürfen nicht in einer Weise bezahlt werden, die mit ihrer Pflicht kollidiert, im bestmöglichen Interesse ihrer Kunden zu handeln.

Umsetzung der Richtlinie, Erfolgsfaktoren und Chancen durch IDD

Zurich geht hier als Versicherer erst einmal in Vorleistung, unter anderem mit intensiver Projektarbeit. Wir überprüfen die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Viele Bausteine der IDD sind bereits vorhanden, müssen aber neu geordnet, optimiert und nach Möglichkeit digitalisieret werden. Grundsätzlich sind wir überzeugt, dass die IDD bei der Strategieumsetzung der Versicherer helfen wird unsere Kundenorientierung weiter zu forcieren.

IDD dient der Standardisierung von Prozessen auf der Seite des Versicherers vor und – auf Vermittlerseite – während der Beratung. Ist die rechtlich konforme Umsetzung der EU-Richtlinie IDD daher selbstverständlich? Vom Grundsatz her “ja!”, denn bereits heute sollte das Selbstverständnis eines Versicherers und Vermittlers sein, stets nach dem Kundeninteresse zu handeln, sich fortlaufend weiterzubilden, Transparenz zu wahren und die Beratung zu dokumentieren.

Die Prozessunterstützung und die Digitalisierung der Prozesse, insbesondere jener, die den Kunden einbeziehen, werden zu wesentlichen Erfolgsfaktoren. Unsere Systeme und die Harmonisierung von Vermittler- und Kundenschnittstellen sind entscheidend, um die Beratung effizient zu gestalten und mehr Zeit für den Kunden zu gewinnen. Insbesondere für Vermittler, die bereits heute strukturiert arbeiten und den Kunden ganzheitlich beraten sowie Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, wird sich nichts gravierend ändern.

Die Versicherungswirtschaft sollte die IDD daher für die Vertriebe so umsetzen, dass vertriebliche Chancen genutzt werden indem das Kundeninteresse in den Fokus gestellt wird. Bei der IDD geht es genau darum: Es gewinnt derjenige, der den Kunden und seine Bedürfnisse am besten versteht.

Bild: Jawed Barna, Vorstand Vertrieb & Strategische Partnerschaften der Zurich Gruppe Deutschland, spricht heute auf der IfVW-Veranstaltung “Aktuelle Fragen des Versicherungsvertriebs” über die aktuellen Auswirkungen von IDD auf den Vermittlermarkt und die Versicherer. (Quelle: Zurich)

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