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Ergo will 140 Mio. Euro in neue Software pumpen

22.11.2017 – ERGO Düsseldorf - Bild 2Die Ergo setzt sich hohe Ziele. Der Düsseldorfer Versicherer will bis 2020 zum führenden Digitalversicherer in Deutschland aufsteigen. Dafür will die Ergo in den kommenden Jahren etwa 140 Mio. Euro in die Hand nehmen und kräftig investieren. Das Ziel: neue Software. Dies hatte Digitalchef Mark Klein am Dienstag beim Investorentag des Mutterkonzerns Munich Re bekannt gegeben.

Allerdings soll das Internet-Geschäft die traditionellen Vertriebskanäle nicht gänzlich ersetzen. So rechnet die Ergo damit, dass bis 2025 etwa ein Viertel aller Versicherungsverträge online abgeschlossen werden. Aktuell beträgt der Anteil des Digitalgeschäfts etwa ein Fünftel. “Da ist Wachstum da, aber kein außerordentliches”, betont Ergo-Manager Klein.

Auch Joachim Wenning, Vorstandsvorsitzender der Munich Re, geht allerdings nicht davon aus, dass die Digitalisierung automatisch eine Vergrößerung des Versicherungsmarktes bedeutet. “Der Markt ist, was er ist”, betonte der Chef des Münchener Rückversicherers.

Neue Kooperation mit der TUM

Zudem gab die Ergo am Dienstag die Gründung eines “Center of Excellence in Insurance” bekannt. Im Rahmen eines gemeinsamen Projektes mit der Technischen Universität München (TUM) soll künftig ein Wissensaustausch zwischen der Fakultät für Mathematik und der Ergo entstehen. Gemeinsames Ziel sei es demnach, finanzmathematische Werkzeuge im Praxisfeld der Versicherungswirtschaft weiterzuentwickeln. Dazu sollen in den kommenden fünf Jahren Forschungsprojekte durchgeführt, Gastprofessoren eingeladen sowie Seminare und Workshops abgehalten werden.

“Wir wollen – noch stärker als bisher – ganz gezielt Kontakte zu Talenten aufbauen und im Unternehmen an den richtigen Stellen weiterentwickeln. Die TU München zählt zu den renommiertesten Universitäten Deutschlands. Derzeit sind in den mathematischen Studiengängen circa 1.000 Studenten eingeschrieben. Die Zusammenarbeit ist eine hervorragende Grundlage, um talentierte Nachwuchskräfte für Ergo zu gewinnen”, erläutert Ulf Mainzer, Arbeitsdirektor der Ergo.

“Mit der Kooperation gelingt uns der Brückenschlag zwischen Forschung und Praxis. Wir sind froh, ERGO als eine der großen Versicherungsgruppen in Europa gewonnen zu haben. Unser neuer Partner unterstützt uns dabei, die Wissenschaft und das Unternehmertum zusammenzubringen und sinnvoll zu vernetzen. Wir freuen uns sehr auf die künftige Zusammenarbeit”, ergänzt Rudi Zagst, Inhaber des Lehrstuhls für Finanzmathematik. (vwh/td)

Bildquelle: Ergo

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