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Davos 2017: Speed-Dating der Eliten gegen globale Risiken

17.01.2017 – WORLD ECONOMIC FORUM 2016: The LogoDie Polit- und Wirtschaftsprominenz versammelt sich heute in Davos – mittendrin die Versicherer. Allianz-Chef Oliver Bäte wird gespannt den finalen Brexit-Plänen von Theresa May und der Handelsrede von Chinas obersten Kommunisten Xi Jinping lauschen. Die Großwetterlage ist ernst. Partystimmung wird auch auf der seit zehn Jahren stattfindenden Zurich Night nicht aufkommen: Konzernchef Mario Greco hat das Abendevent für dieses Jahr gestrichen.

Staats- und Regierungschefs, Konzernlenker und Nobelpreisträger oder ganz normale Milliardäre sowie viele alternative, sich als disruptiven Neuerer inszenierende Denker scharen sich seit 1971 alljährlich im Januar/Februar zusammen, um aus 1.600 Meter Höhe Impulse auszustrahlen für eine besser gemanagte Welt.

Statt über den Zustand des globalisierten Kapitalismus zu debattieren, stehen seit 2011 vor allem dessen Folgen im Vordergrund: Einkommensungleichheit, Klimawandel und eben dieses Jahr “Anpassungsfähige und verantwortungsvolle Führung”. Überschattet wird das derzeit durch die wacklige geopolitische Lage – angesichts eines US-Präsidenten Donald Trump, der die globale Ordnung in Frage stellt.

So erklärt in der Eröffnungsrede ausgerechnet der chinesische Präsident Xi Jinping den Davos-Gästen die Vorteile des freien Handels. Anschließend wird die britische Premierministerin Theresa May in Sachen Brexit endlich Farbe bekennen, welche Option sie anstrebt:

  • Soft Brexit: Verbleiben in der Zoll-Union, Beibehaltung von Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit, aber Aufgabe der Migrationsfreiheit sowie weitgehendes Ende britischer Kontributionen ins EU Budget: Dies dürfte aber an der für die EU unverhandelbaren Migrationsfreiheit scheitern.
  • Hard Brexit: weitgehendes Kappen der Bande zum Kontinent, Zölle auf Industrie- und Agrarerzeugnisse in beide Richtungen, City of London wird keine EU-Geschäfte tätigen.

Britische Versicherer haben sich bereits damit abgefunden, dass sie keinen vollen EU-Zugang erhalten, berichtete VWheute.

Obwohl der vielbeschworene Geist von Davos sich in diesem Jahr spürbar verändert, spielt sich hinter den Kulissen traditionell ein gemischt politisch-kommerzielles Business auf Zuruf ab, Kopf an Kopf. Legendär die Speed-Datings in den umgebenden Hotels und in anderen Locations, in denen bei exorbitant teuren Entrées im Halbstundentakt Kontakte, Geschäfte und Karrieren geknüpft werden.

Auch in der Stadt kennen die Preise für Unterkünfte nur eine Richtung. Hoteliers verdienen in dieser Woche mehr als sonst in einem Vierteljahr. 2016 schuf sich Microsoft im Hilton direkt gegenüber dem Kongresszentrum einen Standortvorteil für seinen Business-Meeting-Marathon und zahlte eine halbe Mio. Franken für vier Tage. (dg/cpt)

Bildquelle: World Economic Forum/Swiss Image

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Weitere Schlaglichter bei VWheute:

DAI bemängelt deutsche Aktienkultur
Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) fordert die Politik auf, sich “für den Einsatz der Aktie beim Vermögensaufbau und für die Altersvorsorge stark machen und die Rahmenbedingungen ändern”. Dabei liegen die Vorteile der Aktie “auf der Hand”, sagt Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts.

China: Aon versichert geplatze Übernahmen
Immer mehr chinesische Unternehmen sind in den USA auf Einkaufstour. Allerdings sind die Geschäfte nicht gerade einfacher geworden. So können Übernahmen von der US-Behörde Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) aus Gründen der nationalen Sicherheit abgelehnt werden. Das Risiko: Die Firmen sind zu einer Entschädigungszahlung an die Verkäufer verpflichtet, wenn der angestrebte Deal wegen des Vetos der Behörde platzt.

Privatpatienten machen Ärzte reich
Die hitzige Debatte um eine mögliche Bürgerversicherung hat neue Nahrung erhalten. So kommt das Wissenschaftliche Institut der privaten Krankenversicherer (WIP-PKV) in einer neuen Studie zu dem Ergebnis, dass Privatpatienten den deutschen Ärzten und Zahnärzten allein 2014 einen Mehrumsatz durch Privatpatienten von etwa 12,5 Mrd. Euro bescherten.

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