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Cybermarkt muss raus aus den Kinderschuhen

13.04.2017 – stakoulas_nikolaosVon Nikolaos Stakoulas. Für die Mehrheit der deutschen Firmen ist IT-Sicherheit zur Achillesferse geworden. Ist die sensible Stelle einmal verletzt, erholen sich Betroffene oft nur langsam, manche sogar ewig, von den Schäden. Was entsteht, ist ein neues Feld für die Versicherer. Aber wo steht der Markt aktuell und wie sind die Zukunftsaussichten für die deutschen Player?

Bisher sind die USA der große Leitmarkt für Cyberversicherungen. Sie gelten als Vorreiter dieser neuen Sparte mit einem Marktvolumen von über einer Billion US-Dollar. Befähigt vom Fortschritt in der Informationstechnologie haben das Silicon Valley und die große Start-up-Szene den Versicherern für dieses Betätigungsfeld die Bühne bereitet. Aber der neue Markt wird nicht amerikanisch bleiben.

Zahlreiche, weltweit agierende Anbieter haben mit neuen Cyber-Produktlinien für Industriekunden auf dortigem Boden ihre ersten Schritte gemacht, verbreitern aber nun über den britischen Markt ihre Präsenz in Kontinentaleuropa. Was bedeutet all das für die deutschen Versicherer und wie können auch sie eigene Aktien in diesem Trend gewinnen?

Zwar haben bereits einige Anbieter Cyber-Lösungen entwickelt und die Nachfrage von den Kunden der hiesigen Versicherer und Makler ist deutlich, der Markt selbst steckt bisher aber noch in den Kinderschuhen. Was fehlt uns für eine ähnlich steile Marktentwicklung wie in den USA? Meiner Meinung nach mangelt es hierzulande noch zu sehr am Bewusstsein für die Risiken: Welche Anlagen sind besonders schutzbedürftig und welche möchte ich mittels einer Police absichern? Für eine Antwort auf diese Fragen führt kein Weg an einem strukturellen Beratungsprozess des Versicherers vorbei.

Diese Initiative muss dann in eine Cyberrisiko-Strategie münden, die von allen Beteiligten auch gelebt wird. Das kommt aktuell noch zu kurz, ist aber gepaart mit einem fortlaufenden Monitoring-Prozess über die Risikoentwicklung, die grundlegende Bedingung für ein erfolgreiches Management von Cyberrisiken.

Was den Prozess zusätzlich erschwert ist die Varianz des Risikos. Eine Dynamik, die sich durch das Internet der Dinge noch weiter multipliziert. Die traditionelle Vorgehensweise im Underwriting als auch in der Schadenprävention und -abwicklung ist aufgrund der Charakteristika dieser Risiken nicht länger zielführend. Ein ständiger Dialog zwischen Träger und Kunden ist wesentlich, um das Risiko im Auge zu behalten.

Es liegt nun an den Versicherern, sich als innovative Dienstleister für Versicherungslösungen in einem wachsenden Markt von Cyberversicherungen zu positionieren und den Markt für sich zu gewinnen.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Bild: Nikolaos Stakoulas, Senior Business Analyst Versicherungen bei Capgemini (Quelle: Capgemini)

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