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Buffett hat wieder Lust auf Rückversicherung

28.07.2017 – warren_buffettWarren Buffett kann es nicht lassen. Nachdem der Star-Investor 2015 seine Anteile am Big Player Munich Re verkaufte, war der Aufschrei groß. Nun scheinbar die Kehrtwende: Insiderberichten zufolge soll der Berkshire-Hathaway-Boss mit einem Einstieg beim brasilianischen Rückversicherer IRB Brasil Resseguros liebäugeln – und das obwohl die guten Zeiten für die Branche doch eigentlich längst vorbei seien.

IRB ist der größte Versicherer Lateinamerikas und will Ende des Monats an die Börse gehen. Die Verhandlungen mit Buffett sollen bereits laufen. Der größte Anteilseigner am Rückversicherer ist gegenwärtig die brasilianische Regierung mit 27 Prozent. Sie will nach dem Börsengang weiterhin rund 17 Prozent halten, um ihr Veto-Recht nicht zu verlieren.

Mit wie viel Prozent Buffett einsteigen könnte, ist nicht bekannt. IRB, der von der US-Bank JP Morgan Chase beraten wird, will an der Börse rund 920 Mio. Dollar einsammeln. Die Akquisition könnte möglicherweise durch die Berkshire-Tochter General Re, die einst aus der Kölnischen Rückversicherungsgesellschaft hervorging, erfolgen.

Obwohl sich aktuell weder Buffett noch Sprecher von General Re zu Wort meldeten, wird erwartet, dass Buffett wohl die Möglichkeit für einen Deal mit IRB nach dem Börsengang haben könnte.

Warren Buffett selbst genießt den Ruf des “Orakels von Omaha”. Der Grund: Wenn sich der 86-Jährige an einem Unternehmen beteiligt, wirkt sich das häufig positiv auf den Aktienkurs des betroffenen Players aus.

Auch bei IRB ist die Hoffnung auf einen Marktschub groß. Vor allem dann, wenn Buffett – entgegen seiner Prinzipien – einen IPO ins Visier nimmt. Normalerweise vermeide es der Unternehmer, Anteile im Zuge eines Börsengangs zu kaufen, da es schwierig sei, auf diesem Wege echte Schnäppchen zu ergattern.

Der 86-jährige Berkshire-Chef verdankt den Erfolg seiner Beteiligungsgesellschaft vor allem einer erfolgreichen Rückversicherungssparte. In den vergangenen Jahren indes klagte Buffett mehrmals über das immer weniger lukrative Geschäft. (vwh/mst)

Bildquelle: White House / Pete Souza

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