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Zahl der Vermittler sinkt entgegen Beschäftigungstrend

01.08.2017 – hand vermittler by_Konstantin Gastmann_pixelio.deWenn heute die Bundesagentur für Arbeit ihre aktuellen Arbeitslosenstatistik vorlegt, gilt dies allgemeinhin als wichtiges Indiz für die aktuelle Konjunkturlage der Politik. Während das Statistische Bundesamt einen deutlichen Aufschwung bei der Zahl der Erwerbstätigen konstatiert, ist die Zahl der Versicherungsvermittler im ersten Halbjahr 2017 kontinuierlich gesunken.

Nach Angaben der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) waren zum 1. Juli 2017 insgesamt 225.616 Versicherungsvermittler und -berater (2016: 228.289) registiert. Davon waren 144.903 als gebundene Versicherungsvertreter tätig (2016: 147.582). Während die Zahl der Honorarberater stabil bei 311 blieb, stieg die Zahl der Versicherungsmakler leicht auf 46.836 (2016: 46.811). Während die Zahl der Finanzanlagenvermittlern leicht auf 37.554 (2016: 37.229) stieg, verzeichnete die DIHK bei den Immobiliardarlehensvermittlern einen weiteren deutlichen Anstieg auf 48.043 (2016: 44.924).

Damit trotzt die Branche augenscheinlich dem aktuellen Trend bei der Erwerbstätigkeit in der Bundesrepublik. Wie das Statistische Bundesamt am Montag auf der Basis vorläufiger Berechnungen am Mittwoch mitteilte, waren Ende Juni 2017 rund 44,2 Millionen Personen mit Wohnsitz in Deutschland erwerbstätig.

Gegenüber Juni 2016 nahm die Zahl der Erwerbstätigen nach Angaben der Statistiker um 657.000 Personen oder 1,5 Prozent zu. Zudem lag die Zahl der Erwerbslosen im Juni 2017 bei 1,56 Millionen Personen. Im Vergleich zum Vormonat nahm sie um 0,6 Prozent oder 4.000 Personen ab. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse, betrug die Zahl der Erwerbslosen 1,63 Millionen Personen, so das Statistische Bundesamt.

Damit eingehend erreichte übrigens auch die Zahl der Berufspendler im Jahr 2016 in Deutschland einen neuen Rekordwert von 18,4 Millionen Menschen. Dies entspricht einem Plus von 0,2 Prozentpunkten auf 59,4 Prozent, berichtet das Handelsblatt. Deutsche Pendlerhauptstadt ist demnach München mit 365.000 Menschen, gefolgt von Frankfurt am Main mit 352.000 Einpendlern.

Aktuelle Beschäftigungszahlen für 2017 konnte der Arbeitgeberverband AGV auf Anfrage von VWheute hingegen nicht nennen. Allerdings zeichnete sich bereits im vergangenen Jahr bereits ein spürbarer Rückgang der Mitarbeiter in der Branche ab. Ein möglicher Grund könnte mutmaßlich im aktuellen Trend zur Digitalisierung liegen.

Bereits im Oktober 2016 prognostizierte Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability IBE “negative Beschäftigungseffekte” durch die Digitalisierung. Damit begründete übrigens auch die Allianz unlängst ihren personellen Kahlschlag von 700 Stellen. (vwh/td)

Bildquelle: Konstantin Gastmann / PIXELIO (www.pixelio.de)

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