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Wenn der Roboter über die eigene Beförderung bestimmt

11.07.2018 – Roboter_Fotolia.jpg - Windows-FotoanzeigeTalenterkennung ist die künftige Entwicklung eines Mitarbeiters zu prognostizieren. Es ist das Brot- und Buttergeschäft jedes Personalers und doch sehr schwierig. IBM will diesen Prozess vereinfachen und hat dafür nach eigener Aussage die passende Technik. Das Unternehmen nutzt dazu die Künstliche Intelligenz (KI) von Watson Analytics.

Das Ziel ist es, mit Hilfe der künstlichen Intelligenz zu untersuchen, wie sich Erfahrungen und Projekte auf die potenziellen persönlichen Fähigkeiten sowie Qualitäten der Mitarbeiter auswirken, sagt IBM. Das interne Trainingssystem wird dafür mit dem Ziel durchforstet, die Aneignung neuer Kompetenzen zu überprüfen. Da ist eine Abkehr vom bisherigen meist verwendeten System, die Eignung eines Mitarbeiters für größere Aufgaben anhand von Fleiß und den bisher erbrachten Leistungen zu bewerten.

“Traditionelle Methoden sagen, dass die einzige Möglichkeit, eine Beförderung zu erhalten, darin besteht, eine starke Performance bei deiner derzeitigen Arbeit abzuliefern”, sagt Nickle LaMoreaux, Vice President Compensation und Benefits bei IBM. Das Unternehmen lege zwar Wert auf Leistung, aber hinzu komme auch die potenzielle zukünftige Performance. Laut IBM ist Watson in seiner Auswahl mit bis zu 96 Prozent akkurat, verglichen mit den Ergebnissen von HR-Experten.

Schlussendlich entscheidet eine künstliche Intelligenz über Faktoren wie Beförderung oder Gehalt (mit), die Anpassung an kommende Aufgaben wird der entscheidende Faktor bei der Bewertung eines Mitarbeiters “Die Halbwertszeit von Fähigkeiten wird kürzer und kürzer”, erklärt LaMoreaux hinzu. Was gestern eine nützliche Fähigkeit war, könne laut der HR-Expertin heute schon obsolet sein.

Eine Erhebung von 2.000 Unternehmen vom Beratungsunternehmen Willis Towers Watson habe gezeigt, dass 40 Prozent der Teilnehmer planen, den Fokus auf künftiges Potenzial und den Besitz von Fähigkeiten zu verlagern.

Einige Versicherer nutzen künstliche Intelligenz und Technik bereits bei personellen Entscheidungen. Die Talanx beispielsweise verwendet eine Software, um mittels eines Algorithmus die Persönlichkeit eines Bewerbers auf verschiedene Kriterien hin zu untersuchen.(vwh/mv)

Bildquelle: Fotolia

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