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Weniger Menschen beziehen Grundsicherung

13.04.2017 – Armut_FotoliaIn Deutschland ist die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im vergangenen Jahr leicht gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, bezogen im Dezember 2016 insgesamt 1.025.903 Menschen ab 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Dies entspricht einem Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber 2015 mit 1.038.008 Leistungsberechtigten.

Dabei lag die Zahl der Empfänger von Grundsicherung zwischen 18 Jahren und der Altersgrenze bei 500.308 Personen (283.194 Männer und 217.114 Frauen). Jenseits der Altersgrenze haben 525.595 Menschen (216.869 Männer und 308.726 Frauen) entsprechende Leistungen der Grundsicherung bezogen. Regionaler Spitzenreiter war nach Angaben der Statistiker Nordrhein-Westfalen mit 267.133 Leistungsempfängern vor Bayern (122.019) und Niedersachsen (107.814). Schlusslicht war Bremen mit 15.281 Leistungsempfängern vor dem Saarland (15.543) und Thüringen (15.643).

Eine mögliche Ursache für den Rückgang sehen die Statistiker in der Reform des Wohngelds, die zum Jahresbeginn 2016 in Kraft getreten ist. Demnach können bisherige Bezieher von Grundsicherung unter Umständen von höheren Wohngeldbeträgen profitieren, so das Statistische Bundesamt. Auch die Rentenanpassung zum 1. Juli 2016 habe nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zu höheren Rentenbezügen geführt.

“Auch wenn die Grundsicherungszahlen für Rentner leicht gesunken sind, ist die Gefahr der Altersarmut in Deutschland nicht gebannt. Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute vorgelegt hat, sind weiterhin beunruhigend, eine Trendwende zeigen sie nicht. Dass die Wohngeldreform wirkt, ist zwar positiv, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Rente nicht zum Leben reicht. Dieser anhaltenden Entwicklung muss politisch endlich etwas entgegengesetzt werden”, kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin den Sozialverbands VdK Deutschland, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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