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VZBV und GDV streiten weiter über Riesterrente

09.01.2018 – Rechenschieber_Mathe_Kalkulation by_Rudis-Fotoseite.de_pixelio.deDer Verbraucherschützer ist nicht der größte Freund der Riester-Rente. Vor wenigen Tagen kritisierte der Verbraucherzentrale Bundesverband die Kosten bei Riester-Verträgen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) keilte zurück, dass die Verbraucherschützer nicht “richtig rechnen” würden. Das will jetzt wiederum der VZBV nicht auf sich sitzen lassen.

Von wenigen Ausnahmen abgesehen werden in Deutschland Riester-Versicherungsprodukte angeboten, die die Erwartungen der Politik an kosteneffiziente Angebote zur kapitalgedeckten Altersvorsorge nicht erfüllen, schrieben die Schützer der Konsumenten. Herausgefunden haben sie das durch eine eigene Untersuchung. Der Vergleich zeige, dass es kaum Angebote gibt, die günstiger sind als die Vorgabe des Alterssicherungsberichts.

GDV: “Verbraucherschützer rechnen nicht richtig”

Als “methodisch nicht haltbar” bezeichnete der GDV die Methode des VZBV. Beim Vergleich der Effektivkostenangaben sei einiges zu beachten. “Die Verbraucherschützer rechnen nicht richtig, wenn sie die Kostenannahmen im Alterssicherungsbericht der Bundesregierung mit den Effektivkosten in den Produktinformationsblättern vergleichen”, sagt Peter Schwark, Geschäftsführer des GDV. Die Effektivkosten müssten den theoretischen maximalen Wert unter Zugrundelegung der jeweils ungünstigsten Konstellation bei Fondsauswahl oder Überschussbeteiligung angeben. Die wirklichen Kosten seien fast immer deutlich niedriger. So würden Kostenüberschüsse, die den Kunden zu Gute kommen, bei der Effektivkostenberechnung grundsätzlich nicht berücksichtigt.

Problem geklärt? Mitnichten

Der VZBV weist die Kritik von sich. Der VZBV hätte bei dem Vergleich genau das getan, was sich der Gesetzgeber fordere. “Wir haben nie behauptet, dass es sich um die tatsächlichen Kosten handelt. Vielmehr haben wir die auf Modellannahmen basierenden Effektivkosten einzelner Versicherer zueinander und zu den Annahmen aus dem Alterssicherungsbericht der Bundesregierung in ein Verhältnis gesetzt. Der Vergleich einzelner Produkte auf Grundlage der Effektivkosten ist vom Gesetzgeber ausdrücklich gewünscht, um an dieser Stelle für mehr Wettbewerb zu sorgen.”

Wer von beiden Parteien nun recht hat, entscheiden sie selbst. (vwh/mv)

Bild: Rechenschieber (Quelle: Rudis-Fotoseite.de / PIXELIO / www.pixelio.de)

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