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Vorerkrankungen spielen keine Rolle bei Reiserücktritt

03.04.2017 – Muenchener Frauenkirche_Tintenklex Poing_pixelio.deDie Justiz stellt sich beim Reiserücktritt auf die Seite der Verbraucher. Die Leistungspflicht bei Reiserücktrittsversicherungen bleibt auch bei Krankheiten aktiv, die vor der Reise bestanden, urteilte jetzt das Amtsgericht München. Geklagt hatte ein 77-jähriger mit Niereninsuffizienz, dem die Versicherung die Leistung trotz einer Empfehlung eines Arztes verweigerte.

Der Kläger war über eine Kreditkarte reisrücktrittversichert. Gemäß den Bedingungen der bestand keine Leistungspflicht bei Krankheiten und deren Folgen, die bereits vor der Reise bestanden. Eine solche Regelung benachteilige den Versicherten unangemessen und sei aus diesem Grund unwirksam, urteilte jetzt das Gericht.

Bei einer Untersuchung im Vorfeld der Reise waren erhöhte Kreatininwerte bei dem 77-jährigen festgestellt worden, der Arzt riet von der Reise ab. Der Rentner folgte dem Arztrat und forderte die Stornogebühr von über 900 Euro von seiner Reiserücktrittsversicherung zurück. Diese lehnte aus den oben genannten Gründen mit Hinweis auf die Bedingungen ab. Wie das Amtsgericht feststellte, zu Unrecht. (vwh/mv)

Bild: Münchener Frauenkirche (Quelle: Tintenklex-Poing / PIXELIO / www.pixelio.de)

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