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Versicherte beschweren sich häufiger

28.02.2017 – Bafin_Gebauede_Bonn_BafinBei der Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) haben sich im vergangenen Jahr deutlich mehr Kunden über ihren Versicherer beschwert. Demnach hat die Bafin in 2016 nach eigenen Angaben insgesamt 7.985 Fälle bearbeitet. 2015 waren es noch 7.843 Fälle. Die meisten Beschwerden gab es über die Lebensversicherung (1.817), gefolgt von der Kfz- (1.533) und der Krankensparte (1.335).

Auf die Unfallversicherungen entfielen nach Angaben der Bafin insgesamt 294 Beschwerden, 460 auf die Haftpflichtsparte. Zudem verzeichnete die Behörde in 2016 insgesamt 924 Beschwerden bei den Rechtsschutzversicherungen, 708 Beschwerden bei den Gebäude- und Hausratsversicherungen 708. Hinzu kamen 914 Beschwerden in anderen Versicherungszweigen.

Häufigster Beschwerdegrund waren demnach spartenübergreifend Verzögerungen bei der Prüfung des Falls oder der Auszahlung der Versicherungsleistung. Auch mit dem Deckungsschutz sowie die Höhe der Versicherungsleistung zeigten sich viele Kunden unzufrieden.

Während die Beschwerdezahl in der Rechtsschutz-, Kranken- sowie Gebäude- und Hausratversicherung nach Bafin-Angaben gestiegen ist, hat sich diese restlichen Bereichen nicht stark verändert oder ist sogar gesunken. In der Lebensparte könnte die geringere Anzahl an Beschwerden laut Bafin darin begründet sein, dass im Jahr 2015 bereits die Unstimmigkeiten zur BGH-Rechtsprechung zum Rückkaufswert größtenteils geklärt waren.

Allerdings handelt es sich laut Bafin bei allen Zahlen lediglich um ungefähre Angaben, “da noch nicht sämtliche Statistiken ausgewertet wurden und sich auch die vorhandenen Statistiken zum Teil auf unterschiedliche Stichtage beziehen”, betonte eine Sprecherin gegenüber VWheute.

Rückläufig sei jedoch die Beschwerdezahl von Bankkunden über ihr Kreditinstitut. So verzeichnete die Bafin nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr insgesamt 5.162 (2015: 5.890). Häufigster Beschwerdegrund waren vor allem die Bearbeitungsgebühren bei Verträgen über Verbraucherdarlehen. Zudem verzeichnete die Bafin nach eigenen Angaben einen höheren Aufklärungsbedarf.

Bereits 2014 hatte der Bundesgerichtshof laut Handelsblatt die Vereinbarung solcher Gebühren für unzulässig erklärt und entschieden hatte, dass eine Rückforderung der Gebühren möglich sei. (vwh/td)

Bildquelle: Bafin

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