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US-Krankenversicherung: Trumpcare steht auf der Kippe

26.05.2017 – Trump_US_Health_InsurerDie Reformpläne von US-Präsident Donald Trump für die Krankenversicherung stehen Medienberichten zufolge auf der Kippe. So hat der parteiunabhängige Rechnungshofs des Kongresses (CBO) ausgerechnet, dass Trumpcare rund 20 Millionen US-Amerikanern die Krankenversicherung kosten könnte. Besonders auf Menschen mit Vorerkrankungen könnten demnach erhebliche Mehrkosten zukommen.

Nach den Berechnungen des Rechnungshofes dürfte die Zahl der Menschen ohne eine Krankenversicherung in den USA bei einer Reform des bestehenden Systems um 14 Millionen steigen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Bis zum Jahr 2026 könnten sogar bis zu 23 Millionen US-Amerikaner ihren Krankenversicherungsschutz verlieren.

Laut CBO würde zudem die Zahl der Amerikaner ohne Krankenversicherung im Jahr 2026 insgesamt bei 51 Millionen. Würde Obamacare beibehalten, wären es nur 28 Millionen Menschen. Gleichzeitig würde die neue Reform jedoch das staatliche Defizit zwischen 2017 und 2026 um 119 Milliarden Dollar verringern.

Für US-Präsident Trump könnten die neuen Zahlen dazu führen, dass die eines seiner wichtigsten Versprechen im Wahlkampf jetzt noch im Senat scheitern könnte. So haben die Republikaner nur eine knappe Mehrheit von 52 der 100 Sitze.

Viele republikanische Senatoren dürften sich angesichts der aktuellen Berechnungen daher wohl nochmal eine Zustimmung überlegen, konstatiert die FAZ. Zudem hätten sich auch viele Stammwähler der Republikaner bereits mit Obamacare abgefunden – allein aus Angst davor, den eigenen Versicherungsschutz wieder zu verlieren. (vwh/td)

Bild: CEO-Treffen US-amerikanischer Krankenversicherer mit Donald Trump (Quelle: White House / Twitter @POTUS)

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