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Uber vertuscht Datenklau und zahlt Lösegeld an Hacker

23.11.2017 – Taxi by_Rainer Sturm_pixelio.deDie Serie der Skandale um den Fahrdienst-Vermittler Uber reißt nicht ab. Das Unternehmen räumt ein, dass vor einem Jahr Daten von rund 50 Millionen Fahrgästen und sieben Millionen Fahrern gestohlen worden. Statt den Vorfall bei den Betroffenen oder den Behörden zu melden, wie es das Gesetz vorsieht, vertuschte Uber das Sicherheitsproblem ein Jahr lang und zahlte den Kriminellen ein Schweigegeld von 100.000 Dollar.

Seit Monaten kämpft Uber wegen Sexismus und Diskriminierung um seinen Ruf. Auf Druck von Investoren ist Travis Kalanick im Sommer als CEO zurückgetreten. Unter seiner Führung hat Uber rund ein Jahr lang den Verlust persönlicher Daten von rund 57 Millionen seiner Nutzer verschwiegen. Erst jetzt informierte der Fahrdienst-Vermittler die Öffentlichkeit über den Vorfall.

Es gehe um Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern von Nutzern rund um die Welt. Es seien nach bisherigen Erkenntnissen aber keine Kreditkarten-Daten oder Informationen zu Fahrten gestohlen worden, betont die Firma. Uber-Sicherheitschef Joe Sullivan und ein weiterer Manager verloren nach dem Hackerangriff ihre Jobs, teilt Uber mit.

Statt Behörden oder Betroffene zu informieren, bezahlte Uber den Hackern 100.000 Dollar, damit sie die gestohlenen Daten vernichteten, berichteten Bloomberg und die New York Times. Die New Yorker Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren zum Hacker-Angriff ein. Mit seiner aggressiven Expansionspolitik hat Uber bereits viele Gesetze gebrochen.  Zuletzt sorgte auch eine Klage der Google-Schwesterfirma Waymo für Aufsehen, in der Uber der Einsatz gestohlener Roboterwagen-Technologie vorgeworfen wird.

Der neue Uber-Chef Dara Khosrowshahi bedauere den verheimlichten Datenklau: “Nichts davon hätte passieren dürfen und wir werden nicht nach Ausreden dafür suchen.” Er selbst habe erst vor kurzem von dem Datendiebstahl erfahren. Hackerangriffe in der Techbranche wie auf Equifax oder Yahoo nehmen weiter zu, wie VWheute berichtet.

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO / www.pixelio.de

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