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TK verzeichnet deutlich mehr Behandlungsfehler

07.02.2017 – Arzt_Christoph Droste_pixelioDie Techniker Krankenkasse (TK) hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben etwa 4.400 Verdachtsfälle auf Behandlungsfehler bei ihren Versicherten verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr sei dies ein Anstieg um ein Viertel. Aufgrund neuer Informationsangebote “greifen dadurch vermehrt zum Telefonhörer und melden uns solche Verdachtsfälle”, konstatiert der TK-Medizinrechtsexperte Christian Soltau.

Allerdings geht der Kassen-Vertreter davon aus, “dass sich die Versorgung in den Krankenhäusern und Arztpraxen nicht in diesem Ausmaß verschlechtert hat.” Demnach gab es nach Angaben der TK die meisten Verdachtsfälle im chirurgischen Bereich. Hier wurden laut TK 1.372 Fälle gemeldet. Auf Platz zwei landeten die Zahnmediziner mit 606 Verdachtsfällen, gefolgt von Allgemeinmedizinern (382) und Orthopäden (378). Zudem hatte die TK im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 14 Mio. Euro von Ärzten und Kliniken für die Folgekosten von Fehlbehandlungen zurückgefordert.

Bereits 2015 war die Zahl der ärztlichen Behandlungsfehler laut Medizinischem Dienst der Krankenversicherung (MDK) in Berlin erneut gestiegen. Demnach wurden 2015 insgesamt 14.828 Vorwürfe von Behandlungsfehlern untersucht. In jedem vierten Fall (4.064 Fälle) bestätigten die Gutachter den Verdacht der Patienten. 2014 zuvor waren es noch 14.663 Fälle, von denen 3.796 bestätigt wurden. (vwh/td)

Bildquelle: Christoph Droste / pixelio.de

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