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Super-Mario lässt Inflation kalt

20.01.2017 – draghi_World_Economic_ForumEZB-Präsident Mario Draghi hält unbeirrt an seinem Kurs der Nullzins-Politik fest. Am gestrigen Donnerstag beschlossen die europäischen Notenbanker, den Leitzins weiterhin bei null Prozent zu belassen. Dabei ließen sich die Währungshüter auch nicht von einer deutlich gestiegenen Inflationsrate im Euroraum von 1,1 Prozent Ende 2016 beeindrucken. In Deutschland stieg die Teuerungsrate gar um 1,7 Prozent.

“Es ist weiterhin eine sehr akkommodierende Politik nötig, um einen nachhaltigen Anstieg der Inflation in einen Bereich zu ermöglichen, der mit Preisstabilität im Einklang steht”, begründete Draghi die Entscheidung der EZB. Politiker und Ökonomen hatten die gestiegene Inflation hingegen zum Anlass, ein Ende der ultralockeren Geldpolitik zu fordern.

Dabei machen die niedrigen Zinsen nun auch den deutschen Sozialkassen zunehmend zu schaffen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, mussten die Krankenkassen allein im vergangenen Jahr Negativzinsen von 5,1 Mio. Euro an die Banken überweisen. Im Vorjahr waren es nach Angaben des Bundesversicherungsamtes noch 1,8 Mio. Euro.

Während bei der Deutschen Rentenversicherung bereits ein Viertel der Anlagen negativ verzinst werde, habe die Bundesagentur für Arbeit in 2016 noch vom deutschen Job-Boom profitiert. Allerdings erreichte die Verzinsung mit 0,052 Prozent auch hier einen neuen Negativwert. (vwh/td)

Bild: EZB-Präsident Mario Draghi (Quelle: WEF)

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