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Rentenversicherung erwartet Defizit von 900 Millionen Euro

10.07.2017 – rentenversicherung-gebaeude-150Die Deutsche Rentenversicherung rechnet auch in diesem Jahr dank der anhaltend guten Konjunktur mit einer soliden Finanzentwicklung. Nachdem der Haushaltssaldo im vergangenen Jahr noch bei minus 2,2 Milliarden Euro lag, rechnet die Deutsche Rentenversicherung Bund in diesem Jahr nur mit einem kleinen Fehlbetrag von 900 Millionen Euro.

Entsprechend weniger stark muss auf die Nachhaltigkeitsrücklage zurückgegriffen werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Rentenversicherung die Leistungen für die Aufstockung der Mütterrenten mit 6,5 Milliarden Euro jährlich alleine stemmen muss. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte die Nachhaltigkeitsrücklage nach Bereinigung um das Haushaltsdefizit noch bei 32,4 Milliarden Euro gelegen. Dies entsprach 1,64 Monatsausgaben, womit der obere gesetzliche Korridor von 1,5 Monatsausgaben überschritten wurde. In der Vorausschätzung für 2017 war man Ende vergangenen Jahres noch davon ausgegangen, dass die Rücklagen unter 1,5 Monatsausgaben absinken werden, so dass der Beitragssatz von 18,7 Prozent nicht weiter hätte abgesenkt werden müssen.

Nachhaltigkeitsrücklage muss abgesenkt werden

Wie Holger Viebrok aus dem Bereich Finanzen und Statistik bei der Rentenversicherung jetzt auf dem Pressefachseminar in Berlin mitteilte, geht man jetzt nach der jüngsten Schätzung davon aus, dass das Minus im Haushalt nur noch 900 Millionen Euro betragen wird. Damit werde man die Nachhaltigkeitsrücklage nur auf 32,0 Milliarden Euro absenken müssen, was dann immer noch 1,55 Monatsausgaben entspreche. Dass man nur 400 Millionen Euro aus den Rücklagen brauche, liege an der Haushaltsabgrenzung. So erhalten Neurentner ihre Rentenzahlung jeweils erst am Monatsende. Es gebe aber eine sinkende Zahl von Altrentnern, die ihre Rente noch zu Monatsbeginn überwiesen bekämen. Von daher verbessert sich die Finanzposition. Die deutsche Rentenversicherung schätzt vier Mal im Jahr ihre Finanzentwicklung ab. (brs)

Quelle und Bild: Deutsche Rentenversicherung

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