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Provisionsverbot: Linkes Nachbohren verläuft ins Leere

08.08.2017 – Michael Meister_Bundesministerium_fuer_FinanzenDie Bundesregierung sieht keinen Anlass für ein Provisionsverbot beim Vertrieb von Finanzprodukten. Michael Meister (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzmininisterium, erklärte auf eine schriftliche Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, die Bundesregierung bleibe bei ihrer Auffassung, dass “ein Provisionsverbot nicht angezeigt ist”.

Die Finanzexpertin der Linken, Susanna Karawanskij, hatte bei der Frage auf das bestehende Provisionsverbot in Großbritannien verwiesen, das eine positive Wirkung für die Verbraucher entfacht habe. Meister erklärte, die Erfahrungen mit dem Provisionsabgabeverbot in Großbritannien zeigten, dass “Angebotslücken bestehen, weil sich Anbieter auf wohlhabende oder einkommensstarke Kunden konzentrieren und weil viele Kunden die hohen Honorare nicht bezahlen können oder wollen”.

Dagegen werde in Deutschland durch die Umsetzung der EU-Vorgaben (MiFID II und IDD) sowohl der Zugang zum Kapitalmarkt für alle Anleger als auch die Wirtschaftlichkeit der Beratungsdienstleistung in der Breite weiterhin gewährleistet. Die Bundesregierung habe aber auch die Honorarberatung gestärkt und den Verbraucherschutz insbesondere beim Erwerb von Finanzprodukten verbessert. (brs)

Bild: Michael Meister (Quelle: Bundesfinanzinisterium)

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