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Lebensversicherung ist großer Verlierer bei der Geldanlage

25.10.2017 – Georg Fahrenschon_DSGV_BruessDer Deutsche Sparkassen und Giroverband (DSGV) hat zum Weltspartag sein schon traditionelles Vermögensbarometer in Berlin vor der Presse vorgestellt. In der anhaltenden Niedrigzinsphase haben sich die Präferenzen in der Geldanlage deutlich verschoben. Großer Verlierer ist die Lebensversicherung, zu der nur noch 24 Prozent Vertrauen haben.

Im Jahr 2010 hatte der Wert der LV noch bei 46 Prozent gelegen und 2007 hatte der Umfragewert noch 66 Prozent erreicht. Dies war damals der Spitzenplatz, den heute die selbst genutzte Wohnimmobilie einnimmt. Nach den von Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon vorgestellten bundesweiten Umfrageergebnissen unter knapp 2.900 Personen, halten heute 54 Prozent eine Geldanlage in die eigen genutzte Immobilie für die beste Anlageform. Im Jahr 2007 waren es lediglich 27 Prozent. Und die Immobilienkäufer würden sich auch rational verhalten, betonte Fahrenschon. Nur acht Prozent der Befragten gaben an, die Immobilie auch zu 100 Prozent fremdfinanziert erwerben zu wollen.

“Die von Teilen der Politik und der Bankenaufsicht zuweilen geäußerte Sorge, die privaten Haushalte könnten sich beim Immobilienkauf überschulden, entbehrt offensichtlich einer realen Grundlage”, sagte Fahrenschon. Die Anlagen in Aktien-, Investment- oder Immobilienfonds halten 28 Prozent für die beste Entscheidung. Dagegen kam auch die Rentenversicherung unter die Räder. Mit 24 Prozent ist der Wert genauso schlecht wie das Umfrageergebnis für die Lebensversicherung. Im Jahr 2007 hatten noch 47 Prozent der Befragten auf die Rentenversicherung gesetzt.

23 Prozent der Deutschen ohne zusätzliche Altersvorsorge

Als beunruhigend bezeichnete Fahrenschon den hohen Anteil von Menschen, die überhaupt kein Geld in eine zusätzliche Altersversorgung anlegen. Insgesamt seien dies 27 Prozent, wobei 13 Prozent angegeben hätten, hierfür finanziell gar nicht in der Lage zu sein. Betroffen sei vor allem der Bereich der Geringverdiener. In der Gruppe mit einem Nettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro im Monat sorgten 47 Prozent nicht für später vor. Und in der Einkommensklasse zwischen 1.000 und 1.500 Euro seien es immer noch 40 Prozent. Zusammengefasst heiße dies, dass in sechs Millionen Haushalten keine Altersvorsorge betrieben werde, erklärte Fahrenschon weiter. Bedauerlich sei auch der hohe Anteil von Nicht-Vorsorgern in der Altersgruppe der 18- bis 29-jährigen von 36 Prozent.

Doch auch für die jüngeren Menschen gelte, wer früher anfange, der komme eher ans Ziel. Die Sicherheit des Ersparten geht den Deutschen über alles. Deshalb habe die überwiegende Mehrheit von 67 Prozent bei der Geldanlage überhaupt nicht auf die niedrigen Zinsen reagiert. Nur ein Drittel der Befragten hätten ihr Sparverhalten angepasst. (brs)

Bild: Georg Fahrenschon (Foto: M. Brüss)

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