Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

“Land unter” nach Dauerregen in Deutschland

27.07.2017 – ueberschwemmung_dpaHeftiger Dauerregen und Hochwasser haben in Deutschland jüngst für landesweiten Ausnahmezustand gesorgt. Dabei traf Tief “Alfred” nach derzeitigem Stand vor allem die Mitte und den Osten der Bundesrepublik. Während in Teilen Niedersachsens der Katastrophenalarm ausgelöst wurde, drohte die Zillierbachtalsperre oberhalb von Wernigerrode in Sachsen-Anhalt überzulaufen.

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fiel in den letzten zwei Tagen mehr Regen als im ganzen Monat Juli. Besonders betroffen vom Dauerregen der vergangenen Tage war nach Angaben des DWD ein Streifen vom südlichen Niedersachsen über Teile Hessens und Thüringens bis nach Nordbayern, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel Online. Dabei registrierte der Wetterdienst allein auf dem Brocken im Harz 238 Millimeter Regen, in Seesen 161 Millimeter, in Helbedündorf in Thüringen 134 Millimeter und in Hessisch-Lichtenau 111 Millimeter.

Anzeichen für den Klimawandel

Nach Ansicht führender Klimaexperten wird man sich in Deutschland jedoch an solche Wetterereignisse gewöhnen müssen. Der Grund: Der Treibhauseffekt sei in vollem Gange. “Wir haben den schnellen Wechsel von heißer Trockenheit und heftigen Regenfällen schon lange vorhergesagt, jetzt wird das von Jahr zu Jahr deutlicher. Auch in Deutschland ist die Durchschnittstemperatur seit etwa 1880 um 1,4 Grad gestiegen, das bleibt nicht ohne Folgen”, betont Mojib Latif, Meteorologe und Klimaforscher am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, gegenüber der Deutschen Welle (DW).

Meteorologe Peter Hoffmann von Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bestätigt die These: “Die Arktis erwärmt sich durch den Klimawandel stärker als andere Regionen, das verändert das Verhältnis von Tiefs und Hoch, ihre Zugbahnen über Mitteleuropa. Und gerade haben wir ein Tief über Mitteleuropa, das mehrere Tage dort verweilt und die heftigen Regenfälle mit verursacht.”

Rekordtrockenheit in Italien

Was in Deutschland jedenfalls derzeit zu viel ist, scheint in der italienischen Hauptstadt Rom zu fehlen: Erstmals in der Geschichte der Ewigen Stadt soll das Wasser ab Freitag rationiert werden. Alle 16 Stunden soll das Wasser für jeweils acht Stunden abgedreht werden. Dies gelte gleichermaßen für Haushalte, Behörden, Hotels, Geschäfte, Krankenhäuser, betont der Wasserversorger ACEA laut einem Bericht des Münchner Merkur. Demnach sei der Sommer 2017 nach 2003 der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und gleichzeitig der trockenste. (vwh/td)

Bild: Überschwemmung in Niedersachsen. (Quelle: dpa)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten