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Klage wegen Riester bei Signal-Iduna-Tochter

15.12.2017 – Paragraphenzeichen-Gericht_Urteil_Prozess_Thorben Wengert_pixelio.deWer den Schaden verursacht, braucht für die Klage nicht zu sorgen. Vor wenigen Monaten kündigte die Privatbank Donner & Reuschel einigen Kunden ihre Riester-Verträge. Die Empörung war groß, jetzt folgt die Klage für das Tochterunternehmen des Dortmunder Versicherers Signal Iduna, eingereicht von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die Verbraucherschützer besorgen sich, dass das Gebaren der Privatbank Schule macht. Wir befürchten einen Dammbruch, da wir seit einer Weile beobachten, dass Finanzinstitute versuchen, sich von langfristigen Verträgen zu verabschieden”, erklärt Beate Weiser, Referentin beim Marktwächter Finanzen. Ursächlich für die Kündigung ist eine IT-Umstellung der Bank und Signal-Iduna-Tochter.

Die Bank hätte für die wenige Riester-Kunden ein separates System anlegen müssen. Banksprecherin Christine Hauwetter erklärte damals: “Wir hätten für 134 Verträge ein Extra-System vorhalten müssen, das ist nicht vertretbar.” Von den 134 Betroffenen Kunden hätten 16 das Angebot zum Wechsel zur Signal-Iduna nicht angenommen, woraufhin die Kündigung erfolgte.

Für die Verbraucherschützer ist diese Argumentation nicht ausreichend für die Kündigung. “Jeder Kaufmann muss sich vorher überlegen, ob er einen lange laufenden Vertrag einhalten kann und sich gegen alle Eventualitäten absichern”, sagte Weiser gegenüber der SZ. VWheute wird weiter vom Riester-Krimi berichten. (vwh/mv)

Bild: Thorben Wengert / www.pixelio.de / PIXELIO

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