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IGVM und AfW eröffnen offenen Kampf gegen IDD

02.03.2017 – Matthias Glesl_ INTERESSENGEMEINSCHAFT DEUTSCHER VERSICHERUNGSMAKLER (IGVM) e.V.Die Wege sind unterschiedlich, das Ziel dasselbe: Eine Änderung der Richtlinie IDD und eine Stärkung des Berufsbildes Versicherungsmakler. Der IGVM kritisiert den Nationalen Normenkontrollrat und ruft wegen Gesetzesverstößen zu einer Prüfung auf. Der AfW organisiert einen offenen Aufstand seiner Mitglieder. Sie ist verklausuliert, aber im Kern ist die Kritik sehr hart.

Der Nationale Normenkontrollrat – der die Bundesregierung beim Abbau von Bürokratie und der besseren Rechtsetzung beraten soll – hat seine Arbeit nicht gemacht. Das Gremium habe den Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Umsetzung von IDD passieren lassen und sei damit seiner Aufgabe “nicht annähernd gerecht” geworden.

Eine bessere Rechtsetzung wäre laut Interessengemeinschaft Deutscher Versicherungsmakler (IGVM) nicht erreicht worden. Einige der Entwurfsnormen verstießen sowohl gegen das Grundgesetz wie auch gegen europäisches Recht. Würde das Gesetz so kommen, käme das einer weiteren Beschneidung der Rechte des Versicherungsmaklers gleich und würde den Verbraucherschutz untergraben. Der IGVM schlägt die Einsetzung eines Gutachters vor und liefert diesen praktischerweise gleich mit: Hans-Peter Schwintowski. So wirklich neutral scheint der Jurist allerdings nicht zu sein, denn er hatte die Umsetzung bereits zuvor als Verstoß gegen nationales und internationales Recht angeprangert – VWheute berichtete.

Den direkteren Widerstand wählte der AfW Bundesverband Finanzdienstleistung: Er ruft seine Mitglieder und Sympathisanten der Sache dazu auf, einen Einspruch gegen IDD bei den Abgeordneten des Bundestags einzureichen und die Erfolge postwendend in den sozialen Medien zu posten, um den Druck auf die Abgeordneten zu erhöhen. So soll die geplante Umsetzung verhindert oder zumindest der vorgeschlagene Entwurf abgeändert werden. Die Kritik des AfW an der Umsetzung ist nicht neu. Im Wesentlichen wird moniert, dass der Makler seine Vergütung nur noch von den Versicherern erhalten würde und das angebundene Außendienstler die Kunden des Maklers legal kontaktieren und abwerben könnten.

Beide Verbündeten im Kampf gegen IDD setzen ihre Hoffnungen auf Politiker beziehungsweise beratende Gremien. Das Bild des Versicherungsmaklers auf dem deutschen Versicherungsmarkts wird entscheidend davon abhängen, ob der Kampf der Kampf letztlich eine Donquichotterie bleibt oder zum Erfolg führt. (vwh/mv)

Bild: Matthias Glesel, Vorstand des IGVM (Quelle: IGVM)

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