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Haftstrafe für selbsternannten “König von Deutschland”

16.03.2017 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deEs war einer der ungewöhnlichsten Untreueprozesse in der jüngeren deutschen Rechtsgeschichte: Peter Fitzek, selbsternannter “König von Deutschland” ist am Mittwoch vom Landgericht Halle zu einer Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Demnach sahen es die Richter den Vorwurf der Untreue als erwiesen an.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte der 51-jährige gelernte Koch zwischen 2009 und 2013 in Wittenberg ohne die nötige Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Bankgeschäfte getätigt. Dabei betrieb Fitzek über ein Internetportal eine sogenannte Kooperationskasse, über welches er seine Anlagegeschäfte abwickelte. Dabei landeten insgesamt 1,7 Mio. Euro der fast 600 Anleger auf eigens von Fitzek ausgestellten Sparbüchern. Dabei soll Fitzek rund 1,3 Mio. Euro abgehoben haben und für eigene Zwecke verwendet haben. Der Verbleib der Gelder ist jedoch laut Bericht unbekannt.

Vor fünf Jahren hatte sich Fitzek sein eigenes Königreich ausgerufen und selbst “krönen” lassen. In seinem Refugium gab es neben eigener Bank und Krankenversicherung auch eigene Ausweisdokumente. Zudem stand er mehrfach wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis vor Gericht. Einen entsprechenden Führerschein hatte er sich selbst ausgestellt. Ein psychiatrisches Gutachten attestierte Fitzek zwar manipulatives Verhalten und eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. Dennoch stuften ihn die Gutachter als voll schuldfähig ein. Zudem gehen Prozessbeobachter davon aus, dass Fitzek in seiner Argumentation den sogenannten “Reichsbürgern” nahesteht. (vwh/td)

Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO (www.pixelio.de)

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