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Hacker wollen Swift-Bankdaten öffentlich machen

18.05.2017 – Hacker_Christoph Scholz_pixelio.deDer Hackerangriff “WannaCry” zieht anscheinend weitere Kreise. So hat eine in den Angriff verwickelte Hackergruppe angekündigt, Daten aus dem Swift-Bankensystem und diversen Atomprogrammen sowie den Verkauf gefährlicher Schadsoftware zu veröffentlichen. Laut NZZ sollen ab Juni Swift-Bankdaten, und von den Atom- und Raketenprogrammen von Nordkorea, Russland, China und dem Iran publik gemacht werden.

So gehen einige Sicherheitsexperten davon aus, dass die Shadow Brokers Zugang zu Dateien des US-Geheimdienstes NSA haben. Zudem sollen die Hacker bereits im August erfolglos versucht haben, ältere Programme zu verkaufen, die aus dem NSA-Cyberarsenal stammen sollen. Teile des später veröffentlichten Codes sollen laut Medienberichten dann in die WannaCry-Schadsoftware eingebaut worden sein, die seit Freitag Windows-Rechner befällt.

Laut einem Bericht der Financial Times droht zudem ein neuer Hackerangriff. Demnach trage der neue Trojaner den Namen “EsteemAudit”. Ähnlich wie “WannaCry” nutze der neue Trojaner eine bereits bekannte Sicherheitslücke mit dem Namen “EternalBlue”, die der Geheimdienst NSA entdeckt hatte und die jetzt von Hackern missbraucht wird.

Am Wochenende waren von dem Virus hunderttausende Computer in 150 Ländern blockiert worden. Davon betroffen waren laut FAZ vor allem Krankenhäuser in Großbritannien, die Deutsche Bahn, der Automobilkonzern Renault, der spanische Telefon-Riese Telefónica und das russische Innenministerium. “Die Attacken zeigen, wie verwundbar eine digitalisierte Gesellschaft ist. Das erfährt durch die Vernetzung unterschiedlichster Geräte, Stichwort Industrie 4.0, über alle Firmengrößen hinweg neuen Schub”, glaubt Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Interview mit dem Branchenverband GDV.

“Je mehr IT-Komponenten mit mechanischen und elektronischen Teilen verbunden sind und über das Internet kommunizieren, desto größer wird die Angriffsfläche”, ergänzt der IT-Experte. Das Thema IT-Sicherheit in Banken steht auch auf der Tagesordnung eines heute beginnenden Bundesbank-Symposiums zum Zahlungsverkehr in Deutschland. (vwh/td)

Bildquelle: Christoph Scholz / PIXELIO (www.pixelio.de)

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