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Gutachter müssen besser vergütet werden

03.03.2017 – Lackschaden_Joerg Siebauer_pixelio.deVon Martin Reich, Fachbereichsleiter KfzS-Schaden des BVSV. Der BVSV e. V. unterstützt die Notwendigkeit der Diagnostik beim Schadengutachten. Hierzu zählen insbesondere die Diagnosegeräte für die Fahrzeugelektrik, um hier in ausreichendem Maße eventuelle Schädigungen durch einen Unfall zu ermitteln und festzuhalten. Die Beurteilungs- und Reparaturrisiken können somit fundierter ermittelt und deutlich verringert werden.

Bei der Fahrzeugelektronik handelt es sich um sehr komplexe Systeme. In anderen Bereichen der Fahrzeugbegutachtung werden bereits Diagnoseverfahren zur Unterstützung der Schadensermittlung, wie beispielsweise Rahmen- sowie Achsvermessung bei einer Deformierung im betroffenen Fahrzeugteile, eingesetzt. Für die diesbezügliche Unterstützung durch die Werkstatt sind die anfallenden Aufwendungen der Werkstatt zu erstatten.

Eine Fehler- bzw. Schadensdiagnose der elektrischen Systeme oder in Zukunft die Beurteilung der Schädigungen der Elektrotechnik bei zunehmender E-Mobilität mit diesen komplexen Systemen ist unabdingbar. Diese zusätzlichen fachlichen Anforderungen sowie notwendigen Anschaffungen von speziellen Hard – Diagnosesoftware stellen die Sachverständigen vor neue, finanzielle Herausforderungen.

Für ein umfassenderes und komplexeres Fachwissen und größeren Zeitaufwand für derartige technisch umfassendere Gutachten sind höhere Vergütungen erforderlich. Dieser Mehraufwand kann nicht mit der üblichen “Standardvergütung” abgegolten werden. Durch willkürliche Honorarkürzungen oder Bewertungen aus der Ferne, wie dies teilweisen durch verschiedene Organisationen erfolgt, können diese hohen Anforderung für die Schadenbegutachtung in der Regel nicht erfüllt werden.

Eventuelle Sparmaßnahmen der Versicherer dürfen nicht zu Lasten der Qualität und damit zum wirtschaftlichen Nachteil des Geschädigten führen. Im Vordergrund muss der Grundsatz einer fairen und wirtschaftlichen Schadensregulierung stehen. Dazu zählt auch, dass der Geschädigte grundsätzlich Anspruch auf ein neutrales, objektives Gutachten hat. Es wäre sinnvoll und angemessen, die Versicherungen respektieren die Honorartabellen für die Gutachter.

Bildquelle: Joerg-Siebauer /pixelio.de

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