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Ärzte fordern digitale Patientensicherheit

29.05.2017 – ARZT - ALLIANZ DEUTSCHLANDIm Wahljahr bestimmt auch die Gesundheitspolitik maßgeblich die politische Agenda. So nutzte der Deutsche Ärztetag in Freiburg die Gelegenheit, seinen Forderungskatalog an die Politik in Reinform zu gießen. Im Mittelpunkt: Die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). So bestätigte das Ärzteparlament die weiteren Verhandlungen mit dem PKV-Verband. Weiteres Thema war auch die digitale Patientensicherheit.

So geht die Ärzteschaft auf der Basis von Simulationsrechnungen davon aus, dass sich die von der PKV und der Beihilfe zu zahlenden Vergütungen durch die neue GOÄ in den ersten drei Jahren um mindestens 5,8 Prozent (plus/minus 0,6 Prozent) je Vollversichertem erhöhen werden.

Die Berechnungen basieren dabei laut Ärzteschaft auf Daten der sogenannten Kopfschadenstatistik, die aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen von den PKV-Unternehmen und der Beihilfe an die Bundesanstalt für die Finanzdienst­leistungsaufsicht (BaFin) gemeldet werden.

“Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe hat auf diesem Ärztetag zum dritten Mal versprochen, dass es eine neue Gebührenordnung für Ärzte geben wird, wenn wir uns mit der PKV einigen. Wenn wir voran kommen wollen, müssen wir zum Konsens bereit sein”, betonte Klaus Reinhardt, Vorsitzender des GOÄ-Ausschusses der Bundesärzte­kammer.

Mehr digitale Investitionen für Krankenhäuser

Angesichts der jüngsten Cyberattacken rund um “WannaCry”, von denen auch Krankenhäuser in Großbritannien betroffen waren, forderte der Ärztetag zudem ein digitales Medizinproduktegesetz. Um die Patientensicherheit auch im digitalen Zeitalter zu gewähren, sollen nach Ansicht der Ärzteschaft die Krankenhaus-Investitionsmittel durch die Bundesländer und ein Sonderprogramm von zehn Mrd. Euro über die nächsten sechs Jahre aufgestockt werden.

Allerdings betonte die versammelte Ärzteschaft, “dass vom Gesetzgeber geforderte Digitalisierungsmaßnahmen im Gesundheitswesen nur dann eingeführt werden, wenn deren Praktikabilität und Nutzen erwiesen ist”. (vwh/td)

Bildquelle: Allianz Deutschland

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