Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Gleitschirmflieger lernt das Landen bei Gericht

11.04.2017 – Justiz -  Q.pictures  - pixelio.deFür eine erfolgreiche Landung müssen beide Füße sicheren Halt auf dem Boden haben. Das hat jetzt der Oberste Gerichtshof in Österreich festgelegt, und zwar zum Nachteil eines Gleitschirmfliegers, der gekonnt auf eine Tanne landete, aber den Abstieg verpatzte. Sie verstehen nur Bahnhof – VWheute klärt über einen recht skurrilen Fall aus der benachbarten Alpenrepublik auf.

Ein Mann geriet bei einem Gleitschirmflug in Probleme. Er steuert den Gipfel einer 40-Meter-Tanne an und schaffte die Landung. Er konnte Rettungskräfte alarmieren, wollte den Abstieg aber alleine versuchen. Der Mann versuchte von der Tanne zu entkommen, rutschte allerdings fünf bis sechs Meter den Stamm herunter und brach sich das Sprung- und Fersenbein.

Daraufhin meldete er den Sturz seiner Unfallversicherung, die den Schaden ablehnte. Die Erklärung des Mannes, das der Flug mit der Landung in der Baumspitze abgeschlossen gewesen sei und der Sturz daher ein Ereignis sei, dass zwar in zeitlichem, nicht aber in kausalem Zusammenhang mit dem Flug stünde, überzeugte weder Versicherer noch zahlreiche Gerichte.

Das Gericht betonte beim Urteil (Az.: 7 Ob 120/16x): “Luftfahrzeugführer ist man vom Start bis zur folgenden Landung einschließlich des Verlassens des Luftfahrzeugs, weil auch damit – wie der zu beurteilende Unfall anschaulich zeigt – ganz spezifische Gefahren verbunden sein können. Daher führt nicht schon eine Notlandung, sondern erst das “Erreichen festen Bodens” zur Beendigung der flugtypischen Gefahren und damit zum zeitlichen Ende des Risikoausschlusses.” Eine teure Lektion über das Landen für den Unglücksraben. (vwh/mv)

Bildquelle: Q.pictures / PIXELIO / www.pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten