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Gesundheitssystem behindert Verbreitung von M-Health

02.06.2017 – Smartwatch_Tim Reckmann_pixelio.deM-Health bietet besonders für chronisch Kranke und Ärzte großes Potenzial und Perspektiven. Weiterhin sind die Menschen bereit ihre Gesundheitsdaten zu teilen, dass zeigt die Studie “Mobile Health – Mit differenzierten Diensten zum Erfolg” von Deloitte und Bitkom. An den Gesetzgeber haben die Herausgeber der Studie daher eine ganz klare Botschaft.

Die beiden Unternehmen sehen in der “eher zurückhaltende Anwendung von M-Health-Angeboten” keine Bedenken der Patienten hinsichtlich des Datenschutzes, der primäre Grund wäre vielmehr das Fehlen von passenden Angeboten. Um das zu erreichen, müsse der regulatorische Rahmen den neuen digitalen Realitäten angepasst werden. Das würde auch die Rolle des Arztes verändern, der bei konstantem Empfang von Gesundheitsdaten seiner Patienten bei auffälligen Werten schnell aktiv werden könne.

Einen erste Hürde in der Akzeptant von M-Health sieht Andreas Gentner, Partner und Leiter Technology, Media & Telecommunications (TMT) EMEA bei Deloitte, bereits genommen: “Endgeräte wie Fitness-Tracker und Smartwatches werden der Türöffner für M-Health sein. Es muss gelingen, überzeugende Anwendungen mit sichtbarem Effekt anzubieten, die die unterschiedlichen Zielgruppen auf Basis der erhobenen Daten in ihrer Therapie oder ihrem Lebensstil effektiv unterstützen können.”

Den Ärzten vertrauen, das System vereinfachen

Bei hochsensiblen Gesundheitsdaten sei eine konsequente und kluge Nutzung bei bestmöglichem Schutz der Privatsphäre wichtig, so die Verantwortlichen der Studie. Diese Wichtigkeit sehen auch die 2.000 Befragten. Immerhin 55 Prozent würden Ärzten ihre Gesundheitsdaten anvertrauen, weitaus weniger trauen allerdings ihrer Krankenkasse.

Nach Meinung von Dr. Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer ist die Komplexität des Gesundheitssystems ein Problem bei der Verbreitung von M-Health. Abhilfe könnten Partnerschaften bieten: “Großes Potenzial im M-Health-Bereich verspricht zum Beispiel die Echtzeit-Übermittlung regelmäßig mobil erhobener Vitaldaten an Ärzte. Auf dieser Basis werden fundiertere Diagnosen und Entscheidungen möglich. Die Komplexität des Gesundheitssystems mit all seinen Beteiligten – Hersteller und Entwickler neuer Angebote, Leistungserbringer, Krankenkassen und Patienten – ist hierbei jedoch eine große Hürde. Anbieter- und branchenübergreifende Kooperationen könnten der Schlüssel sein, um das volle Potenzial von Mobile Health auszuschöpfen.” (vwh/mv)

Bild: Smartwatch (Quelle: Tim Reckmann / PIXELIO / www.pixelio.de)

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