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Equifax-Hack: 125 Mio. Dollar versicherter Schaden

05.10.2017 – Cyberattacke, Hacker, Cyber - quelle GDVAuf diese Summe kommt die Analytics-Firma Property Claim Services (PCS) und bekräftigt, dass der wirtschaftliche Schaden um ein Vielfaches höher sein wird. Bei einem Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Equifax wurden Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern von über 143 Millionen US-Verbraucher erbeutet. Equifax soll laut Medienberichten über eine Cyber-Police von Beazley verfügen, die jedoch maximal 150 Mio. Dollar deckt.

Der Vorfall sei am 29. Juli 2017 bei einer internen Untersuchung festgestellt, die Sicherheitslücke danach sofort geschlossen worden, erklärte die Wirtschaftsauskunftei. Equifax ist das größte der drei bedeutenden Credit Bureaus, die umfangreiche Daten über das Gebaren aller Verbraucher sammeln. Die Credit Bureaus nutzen die Credit History und andere Daten, um für jeden Verbraucher verschiedene Credit Scores zu berechnen. Diese Kennzahlen werden dann an Firmen, potenzielle Vermieter und Arbeitgeber verkauft. Ein schlechter Credit Score, auch wenn er auf falschen Angaben beruht, führt dazu, dass die Verbraucher Probleme haben, mögliche Kaufverträge z.B. für ein Mobilfunkgerät abzuschließen.

Laut CNBC haben führende Equifax-Manager etwa zwei Millionen Aktien nach dem Hackerangriff verkauft, bevor dieser öffentlich gemacht wurde. Das FBI leitete eine Untersuchung ein. Der Schaden dürfte größer sein als bei dem Hackerangriff auf die Handelskette Target aus dem Jahr 2013. Dieser betrug 300 Mio. US-Dollar, wovon ein Drittel die Versicherer übernahmen. Allerdings waren dort vergleichsweise wenig Daten abhanden gekommen, etwa 40 Millionen Kreditkartennummern.

Derweil gibt Yahoo zu, dass beim Datenklau im Jahr 2013 alle drei Milliarden Nutzerkonten bei dem Internet-Konzern betroffen waren. Bisher war von einer Milliarde Accounts die Rede gewesen – und schon damit war es der Daten-Diebstahl mit dem größten Ausmaß. Man habe kürzlich neue Informationen erhalten, die auf mehr Betroffene schließen ließen, teilte der neue Yahoo-Eigentümer, der Telekom-Anbieter Verizon, mit. Unter den gestohlenen Daten seien keine Passwörter im Klartext sowie keine Kreditkarten- oder Kontoinformationen, bekräftigte Verizon.

Der Datenklau von 2013 sowie weitere Hackerangriffe aus dem Jahr 2014 führten dazu, dass der Kaufpreis für Yahoo um 350 Mrd. Dollar gesenkt wurde. Verizon zahlte immer noch knapp 4,5 Mrd. Dollar. (vwh/dg)

Bildquelle: GDV

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