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Einigung bei Arzt-Honoraren sorgt für neuen Streit

21.09.2017 – ARZT - ALLIANZ DEUTSCHLANDIm kommenden Jahr sollen die Honorare für die niedergelassenen Ärzte weiter steigen. Wie die Erweiterte Bewertungsausschuss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV), GKV und drei unparteiischen Mitgliedern entschied, sollen die Gesamtvergütungen 2018 um insgesamt eine Milliarde Euro steigen. Allerdings sorgt das Ergebnis der Honorarverhandlungen nun für alles andere als eine einträchtige Stimmung.

Nach Angaben des GKV-Verbandes soll demnach der Orientierungwert (“Preis”) im kommenden Jahr um insgesamt 410 Mio. Euro steigen. Die morbiditätsorientierte Gesamtvergütung soll laut GKV aufgrund der Morbiditätsveränderung im 100 Mio. Euro steigen. Weiterhin wird für extrabudgetäre Leistungen mit einem Plus von 400 Mio. Euro gerechnet. Zur Stärkung des nichtärztlichen Praxispersonals sollen die niedergelassenen Ärzte zudem weitere 50 Mio. Euro erhalten.

Die Krankenkassen selbst zeigten sich mit dem Verhandlungsergebnis im wesentlichen zufrieden. “Das ist eine maßvolle Entscheidung, die sowohl den Honorarinteressen der niedergelassenen Ärzte als auch denen der Beitragszahler gerecht wird”, kommentierte Johann-Magnus v. Stackelberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes. Den Vertragsärzten selbst liegt das Verhandlungsergebnis jedoch schwer im Magen.

Vielmehr sei die Haltung der Kassenseite “irrational”, kritisierte KBV-Chef Andreas Gassen am Mittwoch in Berlin. So hätten die Vertragsärzte ein Plus von 2,4 Prozent gefordert. Das Ergebnis sei vielmehr ein Zuschlag von lediglich 1,18 Prozent auf den Orientierungspunktwert. “”Im Ergebnis sind das 70 Cent pro Fall im Quartal mehr. Drei Pfandflaschen vom Discounter, also 70 Cent mehr für die Versorgung im Quartal für einen Patienten – das ist die Botschaft der Bundesebene der Krankenkassen an die Menschen und niedergelassenen Ärzte, wie viel sie ihnen wert sind”, ergänzten der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, Norbert Metke, und sein Stellvertreter Johannes Fechner. (vwh/td)

Bildquelle: Allianz Deutschland

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