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Der HDI, ein Kundenlistenfälscher?

13.07.2017 – HDI in Koeln_Quelle HDI Thomas BachDer HDI soll Kundenlisten manipuliert haben, um ehemaligen Vermittlern größere Bestände vorzumogeln. Einem gerichtlich bestellten Wirtschaftsprüfer, der die Vorwürfe untersuchen sollte, wies der Versicherer die Tür. Das Amtsgericht Hannover hatte die Erlaubnis dazu vorerst erteilt. VWheute hat bei der HDI nachgefragt, was da los ist.

Hat der HDI den Ex-Vermittlern aufgeblähte Kundenlisten untergeschoben oder nicht, das ist die eine Frage. Die andere lautet: Wer darf die Vorwürfe prüfen? In der Hannoversche Allgemeine bekräftigte der Anwalt der Vermittler, Björn Wangemann, die Vorwürfe gegen den Versicherer. Die HDI habe “künstlich aufgeblähte” Kundenlisten herausgegeben, damit das ursprünglich gegebene Versprechen eines hohen Kundenbestandes erfüllt werde. Das Unternehmen liefere “Quatsch”, um seine “Zusagen zu erfüllen”. Die Zeitung selbst schrieb: “Im Streit mit ehemaligen Versicherungsvertretern um angeblich manipulierte Kundenlisten wehrt sich der HDI gegen eine Prüfung dieser Listen.”

Das sagt die HDI

Der Versicherer bewertet den Sachverhalt anders: “In dem Artikel der ,Hannoversche Allgemeinen Zeitung (HAZ)’ vom 12. Juli 2017 wird suggeriert, die HDI Vertriebs AG wolle eine Prüfung der Kundendaten verhindern und verwehre daher dem von der Gegenseite beauftragten Wirtschaftsprüfer den Zugang zu den Kundendaten. Diese Darstellung entspricht nicht ganz den Tatsachen. In dem Verfahren geht es zunächst nicht um vermeintlich ,aufgeblähte’ Kundenlisten, sondern um die Vervollständigung des von uns in einem Verfahren gelieferten Buchauszugs. In diesem Zusammenhang prüften verschiedene Wirtschaftsprüfer Vertragsunterlagen in unseren Räumen, um diese Daten zu erheben.“

Wer diese Wirtschaftsprüfer sind und wer sie bestellt hat, schreibt der Versicherer nicht. So oder so, das letzte Wort scheint in diesem Fall noch nicht gesprochen zu sein. Der HDI “wartet auf die endgültige Entscheidung des Amtsgerichts.”

Auf die Frage, worauf sich die Ansprüche der Gegenseite begründen, antwortete der Versicherer: “Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu Details im laufenden Rechtsverfahren nicht zu äußern werden.” VWheute hat Verständnis und wird den Fall weiter verfolgen. (vwh/mv)

Bild: HDI-Gebäude in Köln (Quelle: Thomas-Bach)

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