Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Deutschland holt bei Altervorsorge auf

24.10.2017 – Altersvorsorge-Ordner, Rainer Sturm_pixelio.deDeutschland gehört beim Thema Altervorsorge im internationalen Vergleich derzeit nicht gerade zu den Spitzenreitern. Allerdings scheint die Bundesrepublik in dieser Hinsicht spürbar aufzuholen, wie aus einer aktuellen Mercer-Studie hervorgeht. In einem internationalen Vergleich unter 30 ausgesuchten Ländern landet Deutschland auf Platz 13, verzeichnet aber den höchsten Punktezuwachs.

Sein verbessertes Ranking verdankt das deutsche Altersversorgungssystem demnach einer Überarbeitung und Erweiterung der Bewertungskriterien, konstatieren die Studienautoren von Mercer. So wurde nicht nur der Sub-Index Nachhaltigkeit um den Indikator reales Wirtschaftswachstum ergänzt. Auch die solide Wirtschaft habe positiv zum Ergebnis beigetragen.

“Ein langfristiges und stabiles Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes schlägt sich nicht nur positiv in der Arbeitsmarktstatistik und einer reduzierten Staatsverschuldung nieder, sondern eröffnet auch Spielräume für den Aufbau einer nachhaltigen Altersversorgung”, erläutert Udo Müller, Rentenexperte bei Mercer.

Nach Angaben von Mercer untersucht und bewertet die Studie die Altersversorgung verschiedener Länder hinsichtlich ihrer Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität. Dabei wurden nach Unternehmensangaben neben den staatlichen Rentensystemen und der betrieblichen Altersversorgung auch private Anlagen und Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt.

BRSG wirkt sich noch nicht aus

Nicht berücksichtigt wurde hingegen das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG), welches erst im kommenden Jahr in Kraft treten soll. Allerdings gehen die Experten von Mercer davon aus, dass sich dank der Reform der Gesamtindexwert in Zukunft noch weiter verbessern werden.

Zudem zeige “die Studie deutlich, dass unser Rentensystem mit einem ‘gesunden Mix’ aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge auf einem guten Weg ist”, konstatiert Müller. “Aber trotz der signifikanten Verbesserung sollten wir die Studie zum Anlass nehmen, unser Rentensystem permanent auf den Prüfstand zu stellen und weitere Optimierungspotenziale zu identifizieren”, ergänzt der Rentenexperte.

Spitzenreiter bleibt übrigens Dänemark, gefolgt von den Niederlanden und Australien. Die Schlusslichter sind laut “Melbourne Mercer Global Pension Index 2017″ (MMGPI) Indien, Japan und Argentinien. “Weltweit haben eine steigende Lebenserwartung und niedrige Investmenterträge ebenso signifikante wie längerfristige Auswirkungen auf die Fähigkeit vieler Systeme, angemessene Rentenleistungen bereitzustellen – jetzt und in Zukunft”, erläutert Jacques Goulet, President Health und Wealth bei Mercer. (vwh/td)

Bildquelle: Rainer Sturm / PIXELIO (www.pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten