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Deutschland hat weniger Staatsschulden

22.09.2017 – schulden_foto_thorben_wengert_pixelio.deDie Schulden der öffentlichen Haushalte sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im ersten Halbjahr 2017 um 2,9 Prozent gesunken. Demnach steht der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) aktuell mit 1.977,8 Mrd. Euro in der Kreide.

Nach Angaben der Statistiker sind die Schulden des Bundes in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 3,3 Prozent auf 1.244,0 Mrd. Euro gesunken. Dabei wurden die aufgenommenen Kredite um 26,9 Mrd. Euro (minus 38,7 Prozent) und die Wertpapierschulden um 18,2 Mrd. Euro (minus 1,5 Prozent) gesenkt. Dagegen seien die Kassenkredite um 2,8 Mrd. Euro (plus 11,0 Prozent) gestiegen. Der Schuldenstand der Sozialversicherung sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent auf 438 Mio. Euro (Vj.: 441 Mio.).

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, sank der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,8 Prozent oder 2,6 Mrd. auf 140,5 Mrd. Euro. Besonders stark sanken dabei Schuldenstände der Gemeinden und Gemeindeverbände in Sachsen (minus 8,4 Prozent auf 3,214 Mrd.), Sachsen-Anhalt (minus 6,4 Prozent auf 2,860 Mrd.) und Hessen (minus 5,0 Prozent auf 17,881 Mrd.). Schuldenzuwächse gab es in Schleswig-Holstein (plus 1,5 Prozent auf 4,375 Mrd.) und Baden-Württemberg (plus 1,0 Prozent auf 7,860 Mrd.).

Die Bundesländer waren nach den Berechnungen der Statistiker zum Ende des ersten Halbjahres 2017 mit 592,9 Mrd. Euro verschuldet. Dies entspricht einem Rückgang um 2,4 Prozent beziehungsweise 14,8 Mrd. auf 140,5 Mrd. Euro. Den größten Schuldenabbau gab es demnach in Sachsen (minus 23,3 Prozent auf 1,777 Mrd.), Bayern (minus 11,6 Prozent auf 17,294 Mrd.), Mecklenburg-Vorpommern (minus 9,6 Prozent auf 8,222 Mrd.) und Hessen (minus 8,6 Prozent auf 39,748 Mrd.). Die prozentual höchsten Zuwächse hatten Hamburg (plus 7,3 Prozent auf 32,186 Mrd.) und Schleswig-Holstein (plus 4,6 Prozent auf 28,805 Mrd.). (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / PIXELIO (www.pixelio.de)

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