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Deutsche Rentenkassen sind gut gefüllt

06.02.2017 – rente_Uwe Schlick_pixelio.deDie Finanzlage der Deutschen Rentenversicherung hat sich im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Beschäftigung besser entwickelt als erwartet. Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund jetzt mitteilte, lag die Nachhaltigkeitsrücklage Ende vergangenen Jahres bei 32,38 Mrd. Euro. Dies entsprach einer Rücklage von 1,62 Monatsausgaben.

Ende 2015 war man von einem Rückgang auf 1,47 Monatsausgaben für 2016 ausgegangen, so dass der Wert innerhalb des gesetzlichen Korridors geblieben wäre, in dem es zu keinen Beitragsänderungen kommt. Nach den gesetzlichen Vorgaben sind die Beiträge zu erhöhen, wenn die Nachhaltigkeitsrücklage auf Jahressicht unter 0,2 Monatsausgaben fällt und zu senken, wenn 1,5 Monatsausgaben überschritten werden.

Die Rentenversicherung hofft, dass die Untergrenze auf 0,4 Monatsausgaben angehoben wird, um unterjährige Schwankungen besser abfangen zu können. Politisch diskustiert wird auch die Abschaffung der Obergrenze, um den Aufbau von Finanzreserven ermöglichen zu können. Diese würde dringend gebraucht, wenn die Baby-Boomer der 1960er-Jahre in Rente gehen.

Zu Jahresbeginn 2016 hatte die Nachhaltigkeitsreserve noch bei 34,06 Mrd. Euro oder 1,77 Monatsausgaben gelegen. Im Sommer war dann die höchste Rentenerhöhung seit 1994 von zusammen rund fünf Prozent zu verkraften. Die Nachhaltigkeitsrücklage sank in der Folge im Oktober auf den Tiefstand von 28,61 Mrd. Euro oder noch 1,43 Monatsausgaben. Die Sonderzahlungen für die Arbeitnehmer zum Jahresende sorgten dann wieder für ein Anwachsen auf zuletzt 32,38 Mrd. Euro oder 1,62 Monatsausgaben.

Nach den Prognosen der Rentenversicherung vom Herbst vergangenen Jahre dürften die Rücklage schon bald wieder die Marke von 1,5 Prozent nach unten durchbrechen und bis zum Jahr 2030 auf etwa 0,22 Monatsausgaben absinken. Ab dem Jahr 2022 rechnet die Rentenversicherung erstmals mit einer Beitragsanhebung auf 18,9 von derzeit 18,7 Prozent. (brs)

Bildquelle: Uwe Schick / pixelio.de

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