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Britische Notenbank wagt historischen Schritt

03.11.2017 – 2015_smallIst dies nun die lang ersehnte geldpolitische Kehrtwende? Erstmals seit der Finanzkrise hat die Bank of England den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 0,5 Prozent angehoben. Die britische Notenbank folgt damit nicht nur ihrem Pendant in den USA. Sie reagiert damit auch auf die stark anziehende Inflation auf der Insel, berichtet das Handelsblatt.

Angesichts des drohenden Brexit und der dadurch ohnehin schwächelnden britischen Wirtschaft trifft die Entscheidung der Bank of England unter Ökonomen jedoch auf auf Skepsis. “In solch einem Umfeld die Zinsen anzuheben, ist ein gewagtes Manöver. Die Gefahr ist nicht unerheblich, dass der Schuss nach hinten losgeht”, wird Thomas Gitzel von der Liechtensteiner VP Bank zitiert.

Auch intern scheinen nicht alle britischen Notenbanker die Entscheidung mitzutragen. So stimmten zwei Mitglieder gegen den Schritt der britischen Notenbank. Für die Europäische Zentralbank (EZB) könnte die Entscheidung zumindest perspektivisch eine Signalwirkung haben.

Vor wenigen Tagen hatten die europäischen Notenbanker beschlossen, ihren Anleihenhunger ab Januar 2018 auf 30 Mrd. Euro zu halbieren. So erwartet Laurant Clavel von den Axa Investment Managers (IM), dass die EZB nach September 2018 weiter und langsam aus der lockeren Geldpolitik schleichen werde. Mit einer ersten “Normalisierung” des Zinssatzes rechnet der französische Makroökonom jedoch nicht vor Mitte 2019. (vwh/td)

Bildquelle: Bank of England

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