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Brexit trifft deutsche Firmen besonders hart

13.03.2018 – brexit_pixelioEin Austritt Großbritanniens aus der EU könnte die europäischen und britischen Unternehmen teuer zu stehen kommen. Nach aktuellen Berechnungen der Strategieberatung Oliver Wyman werden sich die direkten Kosten für Unternehmen in der EU der 27 auf 37 Mrd. Euro belaufen. Für die britischen Unternehmen dürften sich die direkten Kosten auf 32 Mrd. Euro belaufen.

Laut einer gemeinsamen Analyse von Oliver Wyman und der Anwaltssozietät Clifford Chance werden die deutschen Unternehmen besonders stark von einem Brexit betroffen sein. Demnach entfallen allein innerhalb der EU rund neun Mrd. Euro auf deutsche Unternehmen.

Allein 80 Prozent davon würden demnach auf die Branchen Automobil, Chemie, sonstige Fertigung, Lebensmittel/Getränke und Konsumgüter entfallen. Dies entspricht einer Summe von rund sieben Mrd. Euro. Dabei müsste allein die deutsche Automobilindustrie rund drei Mrd. Euro der direkten Kosten tragen.

Am stärksten dürfte sich der Brexit nach Angaben der Experten vor allem auf Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Niedersachsen auswirken, wo die meisten Automobil- und Fertigungsunternehmen ansässig sind. Demnach müssten die dort ansässigen Unternehmen in den vier Bundesländern etwa 70 Prozent der direkten Kosten des Brexits schultern.

“Über 50 Prozent der deutschen Exporte nach UK sind auf die Automobilindustrie, sonstige Fertigungsindustrie und die Chemie-branche zurückzuführen. Mit ihrer starken Integration in europäische Supply Chains werden sie die Auswirkungen des Brexit besonders stark zu spüren bekommen und ihre Wertschöpfungsketten umstrukturieren müssen”, kommentiert Finja Carolin Kütz, Deutschlandchefin von Oliver Wyman, die aktuelle Analyse.

“Wer sich nicht richtig vorbereitet, wird scheitern. Angesichts der Unvorhersehbarkeit der anstehenden Turbulenzen setzen sich viele Unternehmen nicht ausreichend mit dem Thema Brexit auseinander. Doch Unternehmen, die verstehen, wo die Risiken und Chancen des Brexits liegen, können entsprechend planen und die negativen Auswirkungen minimieren”, ergänzt Marc Benzler, Partner bei Clifford Chance. (vwh/td)

Bildquelle: Timo Klostermeier / PIXELIO (www.pixelio.de)

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