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Brexit: Euler Hermes fordert Übergangsabkommen

23.06.2017 – Grossbritannien Flagge London by_Andrea Damm_pixelio.deNach Meinung des Kreditversicherers Euler Hermes ist Großbritannien in politischen Nöten. Ein Übergangsabkommen zwischen Großbritannien und der EU sei nötig, um einen möglichen sprunghaften Anstieg von Unternehmensinsolvenzen zu verhindern. So könnte die Anzahl der Pleiten britischer Unternehmen im Jahr 2019, dem Jahr des offiziellen EU-Austritts, um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr zunehmen.

Aber selbst ein Übergangsabkommen wäre laut dem Versicherer nur eine Überbrückungslösung, bis ein finales Handelsabkommen geschlossen werden würde. Weiter merkt die Allianz-Tochter an, dass das Wahlergebnis die wirtschaftliche Unsicherheit kurz vor den Verhandlungen mit der EU erhöht habe und das die Geschäftsinvestitionen ohne Übergangsabkommen im Jahr 2019 um acht Prozent zurückgehen könnten.

Ana Boata, Europa-Ökonomin bei Euler Hermes, verbreitet jedoch ein wenig Zuversicht: “Das Ergebnis der Parlamentswahlen hat das Risiko eines harten Brexit etwas gemindert. Es unterstützt unsere Sichtweise, dass eine Übergangsregelung das wahrscheinlichste Szenario ist und am Ende der Verhandlungen ein beschränktes Freihandelsabkommen stehen wird. Kurzfristig gesehen könnte die durch das Wahlergebnis hervorgebrachte Unsicherheit auf politischer Ebene für finanzielle Instabilität und weitere Kursschwankungen des britischen Pfunds sorgen, die mittlerweile zum Sinnbild der angespannten Marktlage durch den Brexit geworden sind.” (vwh/mv)

Bildquelle: Andrea Damm / PIXELIO (www.pixelio.de)

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