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Bernardino berät in Brüssel über Investitionsplan

10.01.2017 – gabriel_bernadino_eiopaGabriel Bernadino, Präsident der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa, traf am ersten Arbeitstag der EU-Institutionen im neuen Jahr in Brüssel mit EU-Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen zusammen. Bei dem Meinungsaustausch mit dem für Beschäftigung und Wachstum zuständigen Kommissar stand der EU-Investmentplan im Mittelpunkt.

Der mit einem Volumen von 500 Mrd. Euro bis 2020 dotierten sogenannten Juncker-Plan zur Ankurbelung von Investitionen in strategische Zukunftsbereiche wie Transport, Digitale Wirtschaft und regenerative Energien, richtet sich in besonderem Maße an die europäische Versicherungsindustrie als größtem institutionellen Investor in der EU. Im Rahmen von Solvency II soll die Versicherungsbranche mit einer besonderen Klasse verstärkt für Investitionen gewonnen werden.

Gefordert ist die Assekuranz ebenso, um zukünftige Risiken durch den verstärkten Einsatz von Robotersystemen und künstliche Intelligenz abzusichern. Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) wird sich am Donnerstag unter anderem mit versicherungsrechtlichen Konsequenzen des verstärkten Einsatzes von Robotern in der Produktion und deren Auswirkungen auf die Arbeits- und Beschäftigtenwelt befassen.

Deutsche Politiker und Wirtschaftsrepräsentanten stehen in der neuen Woche im Fokus in Brüssel. Am Montagabend musste sich der bisher für die Digitale Wirtschaft zuständige EU-Kommissar Günther Oettinger einer Anhörung im EU-Parlament stellen. Mit dem Wechsel der bisherigen bulgarischen Vizepräsidentin der EU-Kommission Kristalina Georgieva zur Weltbank, übernimmt Oettinger zusätzlich das wichtige Portfolio für den EU-Haushalt und Personal. Der deutsche EU-Kommissar steigt damit gleichzeitig zu einem der sechs Vizepräsidenten der EU-Kommission auf.

Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die belgischen Universitätsstädte Gent und Leuven an die Bundeskanzlerin, trifft Angela Merkel am Mittwoch auch mit dem belgischen König Philipp zusammen. Zu den deutsch-belgischen bilateralen Themen zählen neben den zahlreichen Störfällen in belgischen Atomreaktoren, die Wirtschaftsbeziehungen in der Euregio und stehen insbesondere auch Maßnahmen zur gemeinsamen Terrorismusbekämpfung über Ländergrenzen hinweg auf der Agenda. Der für den Lkw-Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verantwortliche Selbstmordattentäter war unbehelligt von der deutschen Hauptstadt über Belgien und Frankreich bis nach Mailand quer durch Europa gereist.

Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender von BASF, als einer der bedeutendsten Kooperationspartner in den deutsch-belgischen Wirtschaftsbeziehungen, wird neben dem Besuch des BASF-Standortes Antwerpen, auch mit EU-Kommissions-Vizepräsident Katainen heute in Brüssel zusammentreffen. (taf)

Bild: Eiopa-Chef Gabriel Bernadino (Quelle: Eiopa)

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